Zunächst nur ein Projektchor

12.05.2009

Mainpost 12.05.2009

ZEILITZHEIM

Zunächst nur ein Projektchor

Chor der Kolpingfamilie ein vielseitiger Klangkörper – Serenade zum Jubiläum

Vor 20 Jahren wurde der Chor der Kolpingfamilie gegründet. Dieses Jubiläum feierten nun die Zeilitzheimer zusammen mit befreundeten Chören bei einer Serenade. Unter dem Motto „Ein kleines Stück Musik“, so begrüßte der gastgebende Chor die Anwesenden auch musikalisch, erklang im Pfarrsaal eine bunte Mischung aus Liedern der unterschiedlichsten Musikrichtungen, Epochen und Länder.

Nach der Begrüßung durch Anneliese Eckert und Grußworten des dritten Bürgermeisters Alfred Bumm eröffneten die kleinen Sänger des Zeilitzheimer Zwergenchors unter Leitung von Sandra Dotzel zur Begeisterung des Publikums den Reigen der Gesangsvorträge. Bei ihren Beiträge „Hallo, Hallo“, „Zwergenlied“ und „Singen unterm Regenbogen“ waren sie voll Freude dabei und wurden mit anhaltendem Beifall belohnt.

„Musik erfüllt die Welt“, ein Volkslied aus England, und „Eine kleine Melodie“, ein „Nebenbeilied“, wie es Chorleiter Norbert Kraus beschrieb, waren die ersten beiden Beiträge des Gesangvereins Herlheim. Weiter trugen die Herlheimer „Sing a Song“ und „Die Minne ist nicht Mann noch Weib“ von Walter von der Vogelweide, der in Herlheim gelebt haben soll, vor.

Der Zeilitzheimer Männerchor „Frohsinn“ (Leitung Lorenz Makowski) setzte das Programm mit „Zauber der Musik“ und „Süß Liebe liebt den Mai“ fort, denen „Wo Mandelbäume blühen“ (nach einem schnellen süditalienischen Tanz) und eine interessante Version von „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ folgten.

Die modernen Stücken des Chors Belcanto aus Unterspiesheim (Silvia Albert) erinnerten die Zuhörer an noch nicht lange vergangene Zeiten. „When I'm sixty-four“ von den Beatles und „Rain in May“ – bei letzterem fehlten auch die Regenschirme auf der Bühne nicht – waren die ersten Beiträge. Ihnen folgte die Ballade „Weit, weit weg“ des österreichischen Alpenrockers Hubert von Goisern und „Bye, bye, love“, mit denen The Everly Brothers berühmt wurden.

In die fränkische Heimat zurück versetzten die Handthaler Sänger mit ihren Liedern. „Wo die Finken lustig schlagen“, „Romantische Städtchen und fröhliche Mädchen“ und „Weinland“ ließen sie zuerst erklingen. Im Dialekt ging es dann weiter mit „Röesli roat, Röesli roat“.

In die Welt des Musicals versetzte der gastgebende Kolpingchor das Publikum mit zwei Beiträgen. Mit „Erinnerung - Traumzeit“ aus dem Musical „Cats“ und „Can you feel the Love tonight“ aus „König der Löwen“ hatten sie die volle Aufmerksamkeit des Publikums, ebenso mit „I have a Dream“ von ABBA.

Abwechslung zwischen all die gesanglichen Darbietungen brachten zwei Instrumentalstücke, die Wolfgang Baur, der Chorleiter des Kolpingchors auf dem Klavier, begleitet von Tochter Christiane auf der Flöte, zu Gehör brachten. „Meditation from Thais“ von Jules Massenet und „Pan et les Bergers“ von Jules Mouquet, waren ihre Beiträge.

Mit kleinen Gedichten und Textbeiträgen führten abwechselnd die Mitglieder des Kolpingchors durchs Programm. Sandra Dotzel und Angelika Bäuerlein blickten in einem Zwiegespräch zurück auf die vergangenen 20 Jahre. Zunächst nur als Projektchor für die Johannes-Passion vorgesehen, entwickelte sich der Chor. Schon bald wurden nicht nur Kirchenlieder, sondern auch Weinlieder, Oldies, Songs aus Musicals und vieles mehr gesungen, auch in verschiedenen Sprachen. Auch die Faschingssitzungen des Chores begannen bereits ein Jahr nach der Gründung. 18 Jahre lang leitete Gerhard Karbacher den Chor und nach einem kurzen Zwischenspiel von Konrad Lutz ist nun Wolfgang Baur der dritte Dirigent.

Auch verdiente Chormitglieder wurden im Laufe des Abends für ihre Treue zum Chor geehrt. Nicht selbstverständlich sei es, über Jahre Woche für Woche zur Probe zu kommen, sagte Stefan Rappelt, der im Auftrag des Fränkischen Sängerbundes die Ehrungen vornahm. Für 40 Jahre Treue erhielten Rudi Braun und Otto Then, beide sangen früher im Männerchor Frohsinn, eine Urkunde und eine Ehrennadel in Gold. Für zehn Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Walter Höhn, Elke Haupt und Maria Karbacher.

„Dieser Tag war schön“ lautete das abschließende Lied des gastgebenden Kolpingchors, mit dem der offizielle Teil des Abends beendet wurde.

 

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