„Zur richtigen Zeit richtige Entscheidung getroffen“

02.05.2007

Mainpost 2.5.2007

 

HERLHEIM (BP)

„Zur richtigen Zeit richtige Entscheidung getroffen“

„In Herlheim da kann man sehr viel sehn, da fühl ich mich so richtig wohl“ lautete der begeisterte Refrain eines Liedes, mit dem sich die Kindergartenkinder mit ihrer Leiterin Juliane Reinstein beim jährlichen Gemeindefest, der Feier zur Gründung der Gemeinde 1978, in das Geschehen mit einbrachten.

In diesem Sinne hatte schon zuvor Bürgermeister Horst Herbert in der Begrüßungsansprache seine Freude über die rundum gelungene Dorferneuerung ausgedrückt. Man müsse den Kindern und Enkeln auf dem Dorf eine Heimat bieten, einen Ort, an dem sie sich wohl fühlen und gerne leben.

„In kürzester Zeit ist hier in Herlheim durch die Dorferneuerung Beeindruckendes geschaffen worden. Das Dorf blüht im wahrsten Sinne des Wortes auf, hat ein neues Gesicht, ein einladendes Ambiente, neu gestaltete Bereiche, die zum Verweilen einladen“, so der Bürgermeister.

„Ein attraktives Dorf mit einem aktiven und ausgeprägten Gemeinschaftsleben ist nach meiner Überzeugung der Grundstein für Wohnwert und Lebensqualität in der Zukunft“, äußerte sich Herbert weiter. Auf Wunsch der Dorfgemeinschaft werde der zentrale Platz in der Dorfmitte auf den Namen „Walther-von der Vogelweide-Platz“ getauft, gab der Bürgermeister bekannt. Auch Landrat Harald Leitherer betonte, wie wichtig es sei, den ländlichen Raum zu fördern, die Ortskerne nicht dem Verfall preiszugeben, sondern so zu gestalten, dass die Kinder die Dörfer als ihre Heimat betrachten und ihre Heimatorte nicht verlassen. Ansonsten drohe, dass hier letztendlich nur Seniorenbetreuung stattfinde. Er wünsche sich, so Leitherer, dass der Finanzminister sein Herz mehr für den ländlichen Raum entdecke und nicht nur Geld in die Zentren stecke, so Leitherer. Den Herlheimern gratulierte der Landrat für die gelungene Dorfgestaltung. Sie könnten stolz sagen „Ich komme aus Herlheim“.

Bemerkenswert sei das Ergebnis wenn man bedenke, dass in die Dorferneuerung nur 300 000 Euro investiert wurden, zeigte sich Baudirektor Horst Büttner vom Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg erfreut. Dieses Resultat zeige auch, wie sehr es sich lohnt, sich für das Dorf einzusetzen. Ideal wäre nun, wenn sich die Anwohner für die Pflegearbeiten der Grünanlagen verantwortlich fühlen würden.

Büttner gab weiter einen Rückblick auf die weit fortgeschrittene Flurbereinigung. Als i-Tüpfelchen dieser Neuordnungsmaßnahme bezeichnete er die punktuelle Dorferneuerung. Ein Lob des Baudirektors galt Bürgermeister Horst Herbert, da nicht gejammert wurde, dass die Dorferneuerung schon zu Ende sei. Hierauf das Gemeindeoberhaupt: „Wir sind nicht die Gemeinde, die pausenlos jammert, wir packen's an.“

Anton Bedenk, Vorstandsmitglied und örtlicher Beauftragter im Flurneuordnungsverfahren Herlheim 2, bezeichnete sich als Bindeglied zwischen dem Amt für Ländliche Entwicklung und als ersten Ansprechpartner für die Gemeindemitglieder. Der Antrag auf Flurneuordnung Ende 1989 „war die Grundsteinlegung für das heutige Fest“, so Bedenk. Er bedankte sich bei allen, die in irgendeiner Weise für das Gelingen der Flurbereinigung und Dorferneuerung beigetragen haben. „So wie sich Herlheim in der Feldflur und im Dorf präsentiert, glaube ich sagen zu können, dass die Bürgerinnen und Bürger zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen haben und am Puls der Zeit leben“, so Anton Bedenk.

Als Ort der Begegnung und des Gesprächs, wo man sich gerne aufhalte, bezeichnete Pfarrer Andreas Engert die durch die Dorferneuerung neu entstandenen Flächen, ehe er ihnen den kirchlichen Segen erteilte. Die Herlheimer Musikanten unter Leitung von Bernhard Schaar untermalten die Feier musikalisch.

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