Zwölf Bauplätze in Herlheim

07.06.2018

Mainpost, 07.06.2018

KOLITZHEIM

Zwölf Bauplätze in Herlheim

Dem Gemeinderat Kolitzheim stellte Wolfgang Müller vom Ingenieurbüro IWM aus Gochsheim sein Konzept für die Baugebietserweiterung in Herlheim vor. Zwölf Bauplätze sollen hier nördlich des aktuellen Baugebietes und westlich entlang der schon älteren Siedlung entstehen.

Sowohl Kanal, Wasserleitung und Straße führen im Norden vom Bestand am Kapellenhügel aus ein kleines Stück nach Westen. Der weitere Anschluss verläuft nach Süden zum System im jetzigen Neubaugebiet.

Die Abwasserbeseitigung erfolgt im Trennsystem, so Müller. Die Leitungen für das Schmutzwasser sollen in einer Tiefe von drei Metern verlegt werden. Diese Tatsache führte in der Ratsrunde zu einer heftigen Diskussion, nachdem Burkhard Krapf nachfragte ob dies nötig sei, da durch diese Tiefe auch die Kosten steigen würden. Bei weniger Tiefe befürchtet Reinhard Heck dagegen das Vollaufen der Keller bei Starkregen. Das Oberflächenwasser dürfe nicht in den Schmutzwasserkanal und ein Bodengutachten müsse erst erstellt werden, sagte Bürgermeister Horst Herbert.

 

Wolfgang Müller berichtete außerdem: Anders als im aktuellen Baugebiet, wo Gehweg und Stellflächen auf einer Straßenseite angelegt sind, sollen im entstehenden Gebiet Gehweg und Stellflächen mit Bäumen auf den entgegengesetzten Straßenseiten verlaufen. Dies bedeutet ein Verschwenken der Straße.

Sehr großzügig geschätzt, betonte Müller, werden die kompletten Kosten, inklusive Steuern und Ingenieurhonorar, auf 820 000 Euro kommen. Unter Vorbehalt des zu erstellenden Bodengutachtens stimmten die Räte diesen ersten Plänen und geschätzten Kosten einstimmig zu.

Katzenschutzzaun angebracht

Zwei Bauanträge von Einfamilienhäusern mit Doppelgaragen in Oberspiesheim und Kolitzheim hat das Gremium durchgewunken.

Anders verhielt es sich bei zwei Anträgen zu Einzäunungen. Bereits zum zweiten Mal beschäftigten sich die Räte mit einem Katzenschutzzaun in Gernach. Hier soll auf eine Mauer nochmals ein Zaun aufgesetzt werden und hierauf wiederum ein nach innen geneigtes Fangnetz. Insgesamt wird diese Einfriedung zirka zwei Meter hoch sein. Und dieser Zaun wurde in den vergangenen Tagen bereits angebracht, empörte sich Reinhard Heck.

Dies führte im Gremium zu erregten Diskussionen, denn eigentlich sind Zäune nur in einer Höhe von 1,20 Metern erlaubt. Viele Häuslebesitzer fragen aber erst gar nicht um Erlaubnis und bringen einfach höhere Zäune an. Diejenigen, die fragen, werden benachteiligt, brachte es Gerd Endres auf den Punkt. Nach weiterer Debatte schlug Martin Mack vor, dass sich der Bauausschuss die Sache ansehen solle. Bis dahin wurde eine Entscheidung zurückgestellt.

Auch bei einem geplanten Vorhaben im Neubaugebiet von Oberspiesheim ging es um einen 1,80 Meter hohen Zaun. Hier lägen allerdings die Dinge etwas anders, so Dominik Dorsch, der die Baupläne vorstellte. Der Bauplatz liegt mitten im Baugebiet. Außerdem stellte die Bauherrin den Antrag in Zusammenhang mit dem gesamten Bauplan, in dem auch ein Pool enthalten ist und so leicht ein Sichtschutz anzubringen ist. Die Nachbarn haben ihre Zustimmung signalisiert; der weitere Nachbar ist die Gemeinde.

Er sehe dies differenzierter, so Thomas Wieland. In Gernach sehe man den Zaun bereits von Weitem, während das Grundstück in Oberspiesheim im Baugebiet eingebettet ist. Schließlich schlug Bürgermeister Herbert einen Kompromiss vor. Wegen der Einfahrt darf der Zaun auf der Nordseite nur 1,20 Meter hoch sein, auf der Süd- und Westseite sind 1,80 Meter erlaubt und auf der Straßenseite gibt es keinen Zaun. Mit 13 zu 7 Stimmen wurde dieser Vorschlag angenommen.

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