25 Jahre das Dorfleben geprägt und bereichert

23.10.2018

Mainpost 23.10.2018

Lindach

25 Jahre das Dorfleben geprägt und bereichert

 Vereinsversitzender Christian Hellert und seine Mitstreiter in der Vor-standschaft nahmen die diesjährige routinemäßig anstehende Jahreshauptversammlung zum Anlass, auf die 25-jährige Geschichte des örtlichen Kulturvereins zu blicken. Selbstverständlich gehörten auch der Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft, der Kassen- und der Revisionsbericht des abgelaufenen Geschäftsjahres zum Programm. Der Einladung der Vorstandschaft waren von den 215 Mitgliedern gut ein Viertel gefolgt. Somit kann man von einem recht guten Besuch sprechen.

Schatzmeisterin Eva Englert stellte die Finanzen des Kulturvereins recht detailliert dar. Demnach geht es dem Verein wirtschaftlich ausgezeichnet. Die Kassenprüfer Ottmar Krapf und Stefan Wiederer bestätigten der Kassenwartin eine einwandfreie Arbeit, was in der folgenden Abstimmung problemlos zur Entlastung der Vorstandschaft führte. Vorsitzender Hellert ging im Rechenschaftsbericht auf die Aktionen im abgelaufenen Vereinsjahr ein. Dabei erwähnte er die sehr erfolgreiche Durchführung der Laientheatertage, die sich wir immer in den letzten 27 Jahren als Publikumsmagnet erwiesen. Kirchenkonzert, Sommerfest und Kirchweihgeschehen waren weitere Höhepunkte im Vereins- und Dorfleben, die stets auf große Resonanz der Lindacher Dorfbevölkerung stießen.

In seinem Ausblick lud der Vereinschef schon für das Wirtshaussingen am kommenden Samstag ein, das ab 19.00 Uhr im Saalbau Schön über die Bühne gehen wird. Für die im Frühjahr folgenden Theatertage warb er um die weitere Mitwirkung von bewährten Darstellern, aber auch um neue, die man gerne in den Reihen der „Dorfbühne“ aufnehmen würde. Die Abteilungsleiter „Chor“ (Carmen Kuhn), „Blaskapelle“ (Walter Strauß) und Laientheatergruppe“ (Rainer Feulner) gaben ebenfalls einen Kurz-bericht über ihre Arbeit und den damit verbundenen Geschehnissen, wobei sie den Aufruf des Vorsitzenden um weiteren Nachwuchs und um Neueinsteiger deutlich unter-strichen. Nicht nur die Verantwortlichen wünschen, dass im Vereins- und Dorfleben die bisherigen Aktivitäten und die Aktionen zumindest aufrecht erhalten werden, das ist sicherlich auch ein Wunsch der meisten Dorfbewohner, meine der Vorsitzende. Dies stehe und falle aber immer mit der Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit durch geeignete Personen, wie alle Redner feststellten.

In seiner Laudatio ließ Vorsitzender Hellert die 25-jährige Geschichte des Vereins von den Anfängen bis zur Gegenwart Revue passieren, wobei auch die 87 Gründungsmitglieder, von ehemals 149, mit Urkunden und Einzelwürdigungen geehrt wurden. Besonders hob er die Leistungen des Initiators des Vereins, Kurt Albert, hervor, auf dessen Betreiben hin der Verein gegründet wurde. Der Gründungsvorsitzende war von 1993 bis 2011, immerhin 18 Jahre lang, im Amt. Er alleine hätte den Verein sicherlich nicht zu dem machen können, was es nun darstellt, wenn ihm nicht geeignete und aufgeschlossene Mitstreiter zur Seite gestanden hätten. Sie waren in verschiedenen Funktionen innerhalb der damaligen Vorstandschaft tätig. Namentlich erwähnt werden müssen hier folgende Personen der ersten Stunde: Jürgen und Magda Hellert, Manfred und Elsbeth Schneider, Elisabeth und Michael Dägele, Hannelore und Stefan Wiederer, Lutz Heller, Hildegard Albert, Gerty und Günter Heider, Luzia und Ewald Markert.

Auch Bürgermeister Horst Herbert, selbst Mitglied im Verein, würdigte die Leistungen und das Engagement der Gründungsvorstandschaft, aber auch die der Nachfolger im Amt. Nach seinen Worten verdiene es Respekt und Anerkennung, was dieser Personenkreis hinsichtlich der Kultur in einem kleinen Dorf in der jüngeren Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart geleistet habe. Es war wichtig für den Zusammenhalt des Dorfes und hatte eine gute Außenwirkung. Vorsitzender Hellert erwähnte in seiner Rede, dass man bei der Vereinsgründung eine Satzung verabschiedete, in der als die wichtigsten Vereinsziele „Stärkung und Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft“ , „Lebendighalten der traditionellen Dorfkultur“, „Neue Wege gehen in der Dorfkultur“ und „Einbezug der Dorfjugend“ benannt wurden. In den Zeiten vor der Vereinsgründung lag das Dorfleben eigentlich so gut wie am Boden. Erst mit der Vereinsgründung wurden beispielsweise das Laientheaterspiel, die Kirchweih-bräuche, das Maibaumaufstellen, Tanzabende zu verschiedenen Anlässen, buntes Faschingstreiben und Wallfahrten wieder aktiviert, die vorher so gut wie eingeschlafen waren. Nun galt es, diese Dinge neu aufleben zu lassen und mit entsprechenden In-halten zu füllen.

So entstand in den letzten 25 Jahren im Obst- und Winzerort wieder eine Dorfkultur, die von Aktivitäten und Aktionen geprägt und nachhaltig weiterentwickelt werden konnte. Dies förderte augenscheinlich das Zugehörigkeitsgefühl und den Zusammenhalt der Dorfbewohner, wobei auch die Dorfjugend ihren Anteil hatte. So konnten die in der Satzung benannten Ziele weitgehend verwirklicht werden. Dazu konnte der Kulturverein wesentlich beitragen. Neben und mit den anderen Ortsvereinen hat er sich zu einer festen Größe im Dorfgeschehen entwickelt. Für einen Ort mit rund 500 Einwohnern wurde und wird hier von den 7 Vereinen, vor allem vom Jubiläumsverein, Beachtliches geleistet, meinte das Gemeindoberhaupt, mit dem er als Bürgermeister sehr zufrieden sei.

 

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