Auch Storch, Kiebitz und Blaukehlchen waren schon da

12.06.2007

Mainpost 12.6.2007

 

HERLHEIM

Auch Storch, Kiebitz und Blaukehlchen waren schon da

Eine neu gestaltete Wiesenbrüterfläche in der Gemarkung Herlheim, Flurlage Zwinger, wurde am vergangenen Mittwoch offiziell an den Bund Naturschutz übergeben.

Auf einer 3,3 Hektar großen Fläche wurden nach einem Gestaltungskonzept der Unteren Naturschutzbehörde unter der Bauträgerschaft der Teilnehmergemeinschaft Herlheim zwei lineare und flächige Feuchtsenken errichtet sowie partielle Kleinrelief-Verbesserungen durchgeführt. Zudem wurde die Fläche mit einer heimischen Feuchwiesenmischung eingesät.

Diese Maßnahme soll wiesenbrütenden Vogelarten wie dem Kiebitz, Bekassinen oder der Grauammer bestmögliche Lebensbedingungen bieten. Weiterhin wurden hierdurch Rast- und Nahrungsplätze für durchziehende Watvögel geschaffen.

Die Arbeiten wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Erich Rößner (Bund Naturschutz, Ortsgruppe Schweinfurt) sowie Hilmar Volkamer, Reinhard Schmitt und Edwin Pfister von der Teilnehmergemeinschaft Herlheim 2 durchgeführt. Möglich gemacht wurde die Umstrukturierung durch die Flurbereinigung, da das Gebiet zuvor überwiegend aus Ackerland bestand.

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Herlheim 2, Hilmar Volkamer, erklärte, dass sich die Kosten der Maßnahmen auf rund 23 300 Euro beliefen. 17 000 Euro mussten für den Grunderwerb aufgebracht werden, der von der Teilnehmergemeinschaft im Zuge des Neuordnungsverfahrens getätigt wurde. Die Gestaltungsmaßnahmen kosteten 6300 Euro. 80 Prozent der Kosten konnten über Zuwendungen des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken, die aus Mitteln der Freistaates Bayern und der Europäischen Union (EU) stammen, finanziert werden. Die restlichen 20 Prozent wurden vom neuen Eigentümer, der Ortsgruppe Schweinfurt des Bund Naturschutz, aufgebracht.

Mit der neugestalteten Fläche konnte die Teilnehmergemeinschaft Herlheim 2 einen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Wertigkeit und damit auch zu einer Aufwertung des Landschaftsschutzgebietes Herlheimer Wiesen, in der die Fläche liegt, beitragen. Mit Erfolg, denn in den vergangenen Wochen wurden bereits die ersten Kiebitze, Störche und Blaukehlchen auf der Wiesenfläche gesichtet.

 

 

 

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