Bebauungsplan „Am Auweg“ in Kolitzheim ist abgeschlossen

14.09.2019

Mainpost 14.09.2019

 

Kolitzheim


Bebauungsplan „Am Auweg“ in Kolitzheim ist abgeschlossen

Eine lange Tagesordnung galt es für den Gemeinderat der Gemeinde Kolitzheim in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause abzuarbeiten. Gute Neuigkeiten hatte Geschäftsleiter Dominik Dorsch aus dem Bereich der Bauleitplanung zu vermelden: Die 18. Änderung des Flächennutzungsplanes wurde inzwischen durch das Landratsamt Schweinfurt mit Bescheid genehmigt. Dies war notwendig, um das Baugebiet "Am Auweg" in Kolitzheim zu realisieren. Nun konnte für den dazugehörigen Bebauungsplan der Satzungsbeschluss gefasst werden. Damit fehlt noch die amtliche Bekanntmachung, ehe der Bauleitplan für das neue Baugebiet in Kolitzheim rechtskräftig wird. Im nächsten Schritt wird ein Ingenieurbüro die Erschließungsplanung für einen ersten Bauabschnitt für circa 15 Bauplätze vorbereiten. Diese Planung soll nach dem Willen der Gemeinde noch in diesem Jahr im Gremium vorgestellt werden.

Des Weiteren machte der Gemeinderat durch einstimmigen Beschluss den Weg frei für die Ausarbeitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes in Gernach. Hier war ein ortsansässiger Kfz-Meisterbetrieb an die Gemeinde herangetreten, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erweiterung der bestehenden Gebäude, Errichtung einer Halle sowie zum Neubau eines Wohnhauses auf dem Betriebsgelände zu schaffen. Die Vorhabenträger sind nun am Zug ein geeignetes Planungsbüro mit der Vorbereitung des Bebauungsplanes und einer gleichsam notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes auf eigene Kosten zu beauftragen. Geschäftsleiter Dominik Dorsch versprach die Antragsteller bei der Ausarbeitung der Planungen fachlich zu unterstützen.

Die Teilnahme der Gemeinde Kolitzheim am landwirtschaftlichen Bewässerungskonzept der Region Main-Steigerwald (wir berichteten) stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Von den Gesamtkosten, die nach Abzug der 75-prozentigen Förderung durch das Wasserwirtschaftsamt verbleiben, hat die Gemeinde Kolitzheim aufgrund einer Vielzahl an Sonderkulturen, vor allem Wein, Obst und Spargel, von allen beteiligten Kommunen mit 38 Prozent den größten Anteil zu tragen. 22 306,55 € kommen  für die Konzepterstellung demnach auf die Gemeinde zu.

Das Konzept zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen hat zum Ziel eine wasserwirtschaftlich nachhaltige und umweltverträgliche Bewirtschaftung auf den jeweiligen Gemarkungen zu erreichen. "Der Kampf um das Wasser hat begonnen", betonte Bürgermeister Herbert in diesem Zusammenhang.

Der dritte Bürgermeister Alfred Bumm, der in Vertretung bei der letzten Bürgermeisterrunde der kommunalen Allianz teilgenommen hatte, machte sich für die Idee hinter dem Konzept stark. Es gehe um ein Zukunftsthema, hier sollte man sich später nicht vorwerfen lassen, untätig geblieben zu sein. Zumal die Planungen hierzu auf der Ebene der Allianz professionell vorbereitet und durchgeführt werde.

In der Gemeinderatssitzung Ende Juli hatten sich die Mitglieder einmütig für einen Anbau am Stammheimer Kindergartengebäude ausgesprochen, um den Raumbedarf für die Einrichtung einer zweiten Kleinkindgruppe zu generieren. Diese Entscheidung war so zügig auch deshalb notwendig geworden, damit die Gemeinde den entsprechenden Förderantrag bei der Regierung noch fristgerecht abgeben konnte. Dies ist in der Folge durch Kämmerer Werner Knoblach auch gelungen. Nun hatte allerdings das Planungsbüro bemerkt, dass in der ersten groben Kostenkalkulation zu geringe Werte angesetzt wurden. Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Auskunft der Regierung zur Höhe der Förderung abzuwarten und das Thema auf Basis der überarbeiteten Kostenschätzung dann nochmals zu behandeln.   

Ebenso wurde im Gemeinderat auch eine Entscheidung über die Höhe des Zuschusses für den Einbau einer Lüftungsanlage und weiteren kleineren investiven Maßnahmen im kirchlichen Kindergarten in Lindach zunächst zurückgestellt. Einigen Ratsmitgliedern missfiel, dass die Gemeinde erst sehr kurzfristig über die Vorhaben informiert wurde. Inzwischen sind die Maßnahmen fast abgeschlossen. Es sollen nun die Eingänge der Rechnungen abgewartet werden, um anhand der tatsächlichen Kosten über die Höhe der Beteiligung der Gemeinde entscheiden zu können, waren sich alle im Gremium einig.

Unter Verschiedenes informierte Bürgermeister Horst Herbert insbesondere über die Mitteilung des staatlichen Bauamtes Schweinfurt zur Ortsdurchfahrt in Unterspiesheim. Die Verwaltung hatte das Amt mehrmals mündlich und nach Anfrage im Gemeinderat vor geraumer Zeit auch schriftlich darauf hingewiesen, dass eine Sanierung der Fahrbahndeckschicht der Staatsstraße 2271 aufgrund zahlreicher schadhafter Stellen erforderlich wäre. Der zuständige Baudirektor räumte gegenüber der Gemeinde ein, dass der Zustand der Straße verbesserungswürdig ist. Er versicherte, dass sobald als möglich Deckenbaumaßnahmen durchgeführt werden. Ein von der Gemeinde gewünschter Baubeginn im kommenden Jahr sei in diesem Zusammenhang allerdings aufgrund anderer prioritärer und kostenintensiver Maßnahmen jedoch als unwahrscheinlich bezeichnet worden, so Bürgermeister Herbert. Kleinere Ausbesserungsarbeiten auf Höhe der Ortseinfahrt von Schwebheim kommend bis zur Einmündung in die Gernacher Straße wären immerhin kürzlich durch das staatliche Bauamt vorgenommen worden, ergänzte Herbert. Beim Passieren der Straße mit dem Fahrrad bestehe zumindest aufgrund der beseitigten Unebenheiten keine Unfallgefahr mehr, betonte Gemeinderatsmitglied Eric Dittmann aus Unterspiesheim.

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