Bilder aus neun Jahrzehnten

08.10.2018

Mainpost 08.10.2018

GERNACH

Bilder aus neun Jahrzehnten

Sein 90-jähriges Bestehen feierte der Johannisverein Gernach mit der Bilderausstellung „90 Jahre Johannisverein-Rückblick und Ausblick“. Die Bilder und Dokumente aus der Geschichte des Vereins boten vielfältige Einblicke in die vergangenen 90 Jahre des Vereins. Der Johannisverein war Träger des Kindergartens. Daher hatte man als Ort der Ausstellung den ehemaligen Kindergarten gewählt. KOMM-IN stellte die Räumlichkeiten für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung.

Vor der Eröffnung der Bilderausstellung fand ein Wortgottesdienst an der Statue des Heiligen Franziskus statt. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Thomas Amrehn geleitet und von Gruppenleiterinnen, Kindern und Jugendlichen von KOMM-IN mitgestaltet. Damit setzt KOMM-IN eine Tradition des Kindergartens Sankt Franziskus fort: Jedes Jahr gestaltete der Kindergarten zu Ehren seines Schutzpatrons einen Gottesdienst an der Statue ihres Schutzheiligen.

Kindergarten 2009 geschlossen

Auch wenn der Kindergarten St. Franziskus in Gernach schon 2009 geschlossen werden musste, weil die Kinderzahl zu gering war, wollten die Verantwortlichen „nicht nur zurückschauen, sondern auch einen Blick in eine mögliche Zukunft werfen“, - so der Vorsitzende Erhard Scholl in seiner Begrüßungsansprache.

Scholl begrüßte vor allem die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, die in den Jahren seit 1998 im Gernacher Kindergarten gearbeitet haben. „Sie, als pädagogische Fachkräfte waren das Herz unserer Kindergartens“ würdigte er ihren Einsatz für die Kinder, die ihnen anvertraut waren. Er bedankte sich auch beim damaligen Vorstand, die durch eine Satzungsänderung den Bestand des Johannisvereins gesichert hatte, auch wenn der Betrieb des Kindergartens nicht mehr zu seinen Aufgaben zählt.

„Nach mehr als 80 Jahren musste im Jahr 2009 der Kindergarten St. Franziskus seinen Betrieb einstellen. Wir sind froh, dass das mit erheblichem Aufwand seitens der Gemeinde gut ausgestattete Gebäude seit dem Jahr 2013 von KOMM-IN genutzt wird. KOMM-IN bietet Begegnungsmöglichkeiten, Kinder und Jugendliche können sich hier treffen. Dies kommt unserem Dorf zugute“, so Scholl.

Pfarrer Thomas Amrehn hatte in seinem Grußwort hervorgehoben, dass Johannisverein und Kirchengemeinde von Anfang an zusammengehören. Christiane Höflein, Fachberaterin für Kindertagesstätten, zuständig für Kindertageseinrichtungen im Landkreis und der Stadt Schweinfurt in Trägerschaft der Caritas überbrachte die Glückwünsche des Diözesan-Caritasverbandes und des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Schweinfurt. Sie verband diese Grüße mit dem Dank an alle Verantwortlichen im Johannisverein. Dass der Johannisverein noch weiterbesteht, obwohl der Kindergarten schließen musste begrüßte die Fachberaterin.

 

Drei Jubiläen in diesem Jahr

Bürgermeister Horst Herbert richtete den Blick auf die Dreizahl der Jubiläen, die in diesem Jahr in Gernach gefeiert werden: 90 Jahre Johannisverein, 90 Jahre TSV Gernach, 25 Jahre KOMM-IN. Der Bürgermeister betonte, dass die Vereine „das Rückgrat des Dorfes“ seien - so auch der Johannisverein Gernach. Durch die gute Zusammenarbeit des Vorstands von Johannisverein und KOMM-IN seien viele Vernetzungen entstanden, die für die Jugendarbeit in Gernach nützlich und hilfreich seien. Der Leiter des Seniorenkreises Gernach, Hugo Hetterich - er war auch lange Jahre Vorsitzender des Johannisvereins - ließ in seinem Grußwort die Geschichte des Vereins in besonderer Art lebendig werden. Karin Johe Nickel überbrachte die Grüße des Pfarrgemeinderats und wünschte dem Verein viel Kraft und Energie für die Zukunft.

Die Eröffnung der Ausstellung nahmen Pfarrer Thomas Amrehn, Christiane Höflein, Bürgermeister Horst Herbert und der Vorsitzende Erhard Scholl gemeinsam vor: Christiane Höflein durchschnitt das Gelbe Band mit Assistenz von Pfarrer Thomas Amrehn, Bürgermeister Horst Herbert und dem Vereinsvorsitzenden Erhard Scholl.

Die Zahl der Besucher übertraf alle Erwartungen: die für die Bewirtung vorgesehenen Räumlichkeiten reichten nicht aus, sodass der Gruppenraum im ersten Stock spontan noch als Raum für die Bewirtung der vielen Gäste genutzt wurde. Ebenso die schnell aufgestellten Biertischgarnituren und Stehtische im Freien. Entsprechend groß der Arbeitsanfall in der Küche, sodass sogar Bürgermeister Horst Herbert zeitweise zum Abtrockentuch griff. Im Ausstellungsraum herrschte trotz der durch die große Besucherzahl drangvollen Enge eine positive, heitere Stimmung: „Gemeinsam geteilte Vergangenheit“ - so beschrieb ein Besucher die Stimmung unter den Besuchern der Ausstellung.

 

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