Buntes Programm bei Serenade am Dorfanger

29.07.2009

Mainpost 29.07.2009

 

LINDACH

Buntes Programm bei Serenade am Dorfanger

Vier Gastchöre sangen beim Kulturverein

 

Der Kulturverein lud vier Gastchöre zu seiner zweiten Sommerserenade in die „gute Stube“ des Obstbaudorfes, auf den imposanten Dorfanger, ein. Vor der herrlichen Kulisse im Schatten des Fachwerk-Rathauses lauschte die zahlreich erschienene Bevölkerung den gesanglichen Darbietungen von sechs Klangkörpern, denn neben den Gastchören traten auch der einheimische gemischte Chor unter der Leitung von Carmen Kuhn und die Blaskapelle des Kulturvereins unter der Leitung von Walter Strauß auf. So konnte man dem Publikum ein reichhaltiges Programm bieten, das der Vorsitzende Kurt Albert moderierte.

Die Bläser eröffneten den musikalischen Reigen mit dem „Reitermarsch des Großen Kurfürsten“ von Graf von Moltke. Wie es bei diesen Veranstaltungen üblich ist, durfte sich zuerst der einheimische Chor präsentieren. Zu hören waren fröhliche Lieder wie „Auf ihr Freunde, lasst uns singen“ und „Ein Lob auf den Frankenwein“. Danach war der gemischte Chor des Liederkranzes Wipfeld unter Leitung von Rudolf Wurm hören. Er präsentierte Wein- und Jagdlieder. Stefan Rappelt intonierte mit seinen Sängern und Sängerinnen vom Gesangverein Sulzheim melodische Leckerbissen wie „Das kleine Veilchen“, „Mit meiner Liebsten“ und „Annemarieken“, wobei die Akteure beschwingt im Takt ihrer Darbietungen das Publikum begeisterten. Eindrucksvoll brachten die einheimischen Bläser die Arie aus Verdis Oper Nabucco „Der Gefangenenchor“ zu Gehör. Auch der Frauenchor aus Stadelschwarzach mit seiner Leiterin Berta Hüttner überzeugte mit romantisch-getragenen Liedern, unter anderen mit „Romantische Städtchen und fröhliche Mädchen“ und „Freu dich, wenn die Sonne scheint“.

Unter der Leitung von Carmen Kuhn trat auch der gemischte Chor „Allegro“ aus Hirschfeld auf. Die Sänger und Sängerinnen aus dem Nachbardorf intonierten Jagd- und Liebeslieder, unter anderem „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ und „Der Mond hält seine Wacht“. Den Abschluss der Chorrunde machte der vereinigte Chor Hirschfeld-Lindach. Der große Klangkörper präsentierte ein Schlagerpotpourri mit modernen Improvisationen wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Die Blaskapelle ließ mit schmissigen, bekannten Melodien zum Mitsingen den eindrucksvollen und beschwingten Abend musikalisch ausklingen. Alle Klangkörper überzeugten durch die großartige Modulation der Stimmen und einfühlsam gestaltete Tempi. Man sah passende Gestik und Mimik der Akteure, was von großartigem Engagement der Künstler und deren Einfühlungsvermögen in die jeweilige gesangliche Aufgabe zeugte.

Schade allerdings, dass kräftige Regengüsse zu Unterbrechungen zwangen.
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