Die Kläranlagenkosten beunruhigen die Bürger

06.02.2009

Mainpost 06.02.2009

 

UNTERSPIESHEIM

Die Kläranlagenkosten beunruhigen die Bürger

Auch Hauptschule in Unterspiesheim Thema

 

Der anstehende Kläranlagenbau, die Erneuerung des Kirchplatzes und die Zukunft der Hauptschule wurden in der Bürgerversammlung in Unterspiesheim eingehend diskutiert. An der Versammlung nahmen etwa 75 Bürger und -innen die Gelegenheit wahr, mit Bürgermeister Horst Herbert, 2. Bürgermeister Martin Mack und 12 der Gemeinderäte ihre Anliegen zu besprechen.

„Ich kann keine Prognose der Kosten für die Bürger abgeben; alles wäre wahrscheinlich falsch“, beantwortete Horst Herbert die Frage von Gerhard Schuster nach den finanziellen Belastungen für die Haushalte. Der Zeitplan sieht für die Planung der Kläranlage 2009 und für den Bau das Jahr 2012 vor. Derzeit gehe die Gemeinde von Baukosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro aus. Gespräche führe man derzeit mit der Gemeinde Sulzheim über eine gemeinsame Anlage, die die Kosten um etwa zehn Prozent senken würde. Der Bürgermeister erklärte weiterhin die verschiedenen Kläranlagensysteme sowie deren Vor- und Nachteile.

Dem Vorschlag von Jochen Brand, Rücklagen für die Kläranlage zu verwenden, erteilte Horst Herbert eine Absage, da diese nicht verwendet werden dürften. Am Ende des Diskussionspunktes kamen die Bürger wieder auf die Kosten zurück. Herbert beantwortete die Frage von Burkhard Schmitt: „Wer kommt alles für die Kosten auf?“ „Alle acht Ortsteile werden daran beteiligt“, so Herbert. Er versicherte eine rechtzeitige Information über die Kosten und eine mögliche Ratenzahlung zu.

Wolfgang Karch hinterfragte den Entwicklungsstand bei der Kirchplatzerneuerung. Der Bürgermeister räumte Probleme bei der Erneuerung des Kirchplatzes ein. Zum einen sei die extreme Witterungslage ein Grund, zum anderen habe es Schwierigkeiten mit der ausführenden Firma gegeben. Konrad Werner wollte wissen, ob die Gemeinde die Firma schon teilweise für die Arbeiten bezahlt habe. Horst Herbert erklärte, die Gemeinde habe mit der Bezahlung noch nichts zu tun, da die Abwicklung über das Dorferneuerungsprogramm organisiert sei und völlig normal ablaufe.

„Was passiert den eigentlich später mit der Hauptschule?“ Dafür interessierte sich Rene Rath. Herbert zeigte die Schülerentwicklung auf, die von ehemals 430 auf derzeit etwa 100 sank. Momentan gebe es fünf Klassen. „Bei diesen Zahlen gibt es keine Zukunftsaussichten“, so der Bürgermeister. Das Gebäude sei in einem schlechten Zustand und den Bau aus dem Jahr 1968 zu sanieren sei völlig Unsinnig. Das Schulgebäude sei ein großes Problem und eine Lösung ist in weiter Ferne.

Angesprochen wurde von Otto Greß die Zukunft des Anwesen Graber neben dem Friedhof. Herbert sagte, dass die Gemeinde daran Kaufinteresse zeige, aber nicht zu jedem Preis.

„Für das Räumen der breiten Gasse sind die Anlieger verantwortlich, nicht die Gemeinde“ so die klare Aussage des Gemeindeoberhauptes auf den Hinweis von Manfred Scheuring, dass die Gasse im Winter bei Schnee und Eis ein Gefahrenpunkt sei. Mit den winterlichen Begleiterscheinungen gebe es auch Probleme auf der Straße in Richtung Grettstadt. Auf dem Grettstädter Teil werde von der Gemeinde geräumt, auf Unterspiesheimer Gemarkung nicht. Die Gemeinde sei dazu nicht verpflichtet und deswegen werde dies auch unterlassen, so die Antwort des Bürgermeisters.
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