Dorferneuerung ein Schwerpunkt

23.02.2009

Mainpost 21.02.2009

 

KOLITZHEIM

Dorferneuerung ein Schwerpunkt

 

Viel Gesprächsstoff in der Bürgerversammlung – Kritik an Buswartehäuschen

Die Ortsumfahrung und das Häuschen am neuen Bushalteplatz waren die Hauptdiskussionspunkte der Bürgerversammlung. Dazu hatten sich über 80 Kolitzheimer im voll besetzten Sportheim eingefunden.

Zu Beginn ließ Bürgermeister Horst Herbert das vergangene Jahr Revue passieren. Die Dorferneuerung gehörte zu den Schwerpunkten. Herbert informierte über die abgeschlossenen Maßnahmen und gab einen Ausblick auf das Jahr 2009. Dabei seien vor allem die Ortsmitte Kolitzheims, das Gemeinschaftshaus und die Erweiterung des Gewerbegebiets ein Thema.

Wie Herbert ausführte, habe der Kindergarten sein Angebot erweitert und biete nun auch Jüngstenbetreuung für Kinder von einem bis zweieinhalb Jahren an. Auch Schulkinder bis neun Jahre werden dort mittlerweile betreut.

Die Einwohnerzahl Kolitzheims sank im vergangenen Jahr um 14 auf 755, wobei 32 ihre Nebenwohnung dort haben. Insgesamt leben 5835 Menschen in der Gemeinde, davon 5557 mit Hauptwohnsitz.

In der anschließenden Diskussion fragte Gottfried Hell, ob die Wege zwischen den Grabreihen befestigt werden könnten. Bürgermeister Herbert antwortete, dass sich der Bauausschuss damit befassen wird. Die Gemeinde werde sich auch um den Zustand der Friedhofsglocke kümmern, nach der Franz Häusner fragte.

Spuren auf Friedhofswegen

Heinrich Theuerer regte sich auf, dass der Friedhof beim Ausheben von Gräbern mit schweren Geräten befahren wird und sich dadurch Spuren in den Wegen befinden. Herbert meinte, dass die Bestattungsunternehmer mittlerweile alle motorisiert sind und dies der übliche Standard sei. Der Boden würde nicht wie früher auf dem Nachbargrab gelagert, sondern aus Platzgründen aus dem Friedhof transportiert und nach der Beerdigung wieder zurück. Herbert erklärte, dass die Gemeinde in Zukunft mit verschiedenen Bestattern Verträge machen wird, um den Bürgern mehr Auswahl zu bieten.

Markus und Hilmar Bauer bemängelten, dass das Häuschen am neuen Bushalteplatz bei Regen keinen Schutz biete. Herbert bestätigte, dass die derzeitige Lösung nicht optimal sei und man das Ganze im Rahmen der Dorferneuerung zusammen mit dem Architekten nochmals besprechen werde.

Anja Zink monierte, dass die Haltestelle direkt an der Hauptstraße liege. Das Ortsoberhaupt erläuterte, dass es für eine reine Haltestelle keine Zuschüsse gegeben hätte. Zudem sollte den Kindern dort gleichzeitig eine Spielmöglichkeit gegeben werden. Diese Überlegungen hätten letztlich den Ausschlag für die Entscheidung gegeben.

Alois Flederer wollte wissen, wer für etwaige Folgeschäden der Photovoltaikanlage haften muss, sollten die Unternehmer des Solarparks das Gewerbegebiet eines Tages verlassen. „Die Gemeinde trägt nicht die Haftung für die Entsorgung. Dafür ist der Verursacher zuständig“, sagte Herbert. Sollte dieser nicht haftbar gemacht werden können, sei der Staat dafür zuständig. Zum Thema Ortsumgehung erläuterte der Bürgermeister, dass derzeit zwei Möglichkeiten im Raum stünden. Er betonte jedoch, dass die Umgehungsstraße kurzfristig nicht umzusetzen sei und es wohl noch Jahre dauere, ehe diesbezüglich eine Entscheidung fällt. Eine Umgehung würde auch nur eine maximale Entlastung von 50 Prozent des jetzigen Verkehrsaufkommens bringen, so Herbert.

Klagen über Taubenkot

Über den Taubenkot in der Bäckergasse beklagte sich Walter Spengler. „Dafür sind die Anlieger dort zuständig“, erwiderte der 1. Bürgermeister. Das Problem ließe sich aber aufgrund der vielen Tauben nicht so einfach lösen.

Berthold Pfaff fragte nach, wohin der neue Bauhof komme. „Dafür gibt es noch keine Lösung“, antwortete Herbert. Des Weiteren wollte Pfaff wissen, nach welcher Vorgabe die Stellplätze im Gewerbegebiet ausgewiesen wurden, da die Autos bis ins Dorf parken würden. „Die Stellplätze wurden nach Bedarf der Firmen anhand der Mitarbeiter ausgewiesen und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben“, erklärte Herbert. Dennoch könne es vorkommen, dass die Plätze nicht ausreichen.

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