Dorferneuerung Schritt nach vorne

29.02.2008
Mainpost 29.2.2008

HERLHEIM

Dorferneuerung Schritt nach vorne
Bürgerversammlung in Herlheim – Vermessungsarbeiten stehen an
In der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus Gutbrod gab Bürgermeister Horst Herbert einen Rück- und Überblick über die Bevölkerungsentwicklung, die abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen und die Finanzen der Gemeinde.
5592 Einwohner (Herlheim 534, neun weniger als im Vorjahr) sind in der Gemeinde gemeldet. Mit fünf Geburten stieg die Anzahl in Herlheim gegenüber den Vorjahren wieder an. Trotzdem sei es unrealistisch, dass der Kindergarten, der im letzten Jahr geschlossen wurde, wieder eröffnet werde, so das Gemeindeoberhaupt.
Im neuen Kindergarten in der Zeilitzheimer Grundschule seien auch die Herlheimer Kleinen gut aufgehoben, meinte Herbert.
Die wichtigste abgeschlossene Maßnahme des letzten Jahres war laut Herbert die Dorferneuerung in Herlheim. Das Dorf habe damit einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und eine neue Ansicht erhalten, sagte der Bürgermeister.
Fotovoltaikanlage enststeht
Wie auf weiteren gemeindlichen Dächern wurde auch auf dem Dach der Grundschule Herlheim eine Fotovoltaikanlage errichtet. Die Rekultivierungsmaßnahmen im Rahmen der Flurbereinigung seien weitgehend abgeschlossen, berichtete das Gemeindeoberhaupt. In diesem Jahr sollen noch zwei alte Betonwege in der Flur, der Schweikhofweg und der Kolitzheimer Weg saniert werden. Als Unterbau wird der zerschlagene Beton genutzt und dann eine Asphaltdecke aufgebracht.
In Punkto Wege appellierte Herbert an die Bürger gegen die Unsitte Bauschutt in den neuen Wegen und an ihren Seitenbereichen abzuladen. Dies sei verboten.
Voraussichtlich im April werde mit dem Ausbau des zweiten Teils der Kreisstraße Herlheim-Zeilitzheim begonnen. Auch ein begleitender drei Meter breiter Feld- und Radweg werde mitgebaut, informierte der Bürgermeister weiter.
Nachdem in drei Gemeindeteilen die Kataster-Neuvermessung abgeschlossen sei, werde damit demnächst in Herlheim begonnen, lautete eine weitere, den Ortsteil betreffende Information. Manche Grundstücke seien noch nie vermessen worden. Den größten Teil der Kosten trage der Freistaat. Die Anlieger müssen nur die Grenzsteine – einer koste 16 Euro – bezahlen. Das heißt, zwei oder auch drei Grundstückseigentümer teilen sich hier die Kosten. Über unklare Grenzverläufe müssten sich die Beteiligten einigen. In manchen Fällen, zum Beispiel bei Überbauung, sei auch eine Ausgleichsfinanzierung (25 Euro pro Quadratmeter) notwendig. Im Rahmen der Flurbereinigung sei schon sehr viel vermessen worden, merkte Arnold Rippstein in der Diskussionsrunde zu diesem Thema an und wollte wissen, ob eine neuerliche Vermessung nötig sei. Nur dort, wo noch nie eine Grenze genau festgelegt worden sei, werde reguliert, so das Gemeindeoberhaupt.
Kosten für die Dorferneuerung
Auch über die Kosten für die Dorferneuerungsmaßnahmen die demnächst auf die Anlieger, zukommen, wollte Arnold Rippstein genaueres wissen. Teilweise seien die Grundstücke sehr groß. Nur die Begrünung werde umgelegt, so Herbert. Für übergroße Grundstücke gebe es eine Tiefenbegrenzung und bei den Gebäuden werde nach Geschossflächen berechnet. Die Kosten hielten sich aber in Grenzen. 50 Prozent trage die Flurbereinigung und 20 Prozent die Gemeinde. Nur für den Rest müssten die Anlieger aufkommen.
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