Dorfplatz und Radwege im Fokus

15.03.2007

Mainpost 15.3.2007

 

Dorfplatz und Radwege im Fokus

 

UNTERSPIESHEIM (LS) Hauptsächlich drei Themen besprachen die Bürgerinnen und Bürger aus Unterspiesheim bei der Bürgerversammlung mit Bürgermeister Horst Herbert und den anwesenden neun Gemeinderäten. Die Erneuerung des Dorfplatzes in Unterspiesheim, Fahrradwegbau und illegaler Abfall bewegten die 47 Versammlungsteilnehmer im DJK Sportheim Unterspiesheim.

Über den derzeitigen Stand der Neugestaltung des Dorfplatzes wollte Markus Ebert Informationen und wissen, in wie weit Kosten für die Anlieger entstünden. Horst Herbert erklärte, dass noch kein abschließender Planungsentwurf vorliege. Zudem seien für 2007 keine Zuschussgelder zu erwarten, so dass kurzfristig kein Baubeginn möglich sei. Herbert führte weiter aus, dass ein hauptsächliches Problem die zukünftige Straßenführung sei. „Für den Platz selbst fallen keine Kosten für die Anlieger an, allerdings für den Straßenanteil“, beantwortete Herbert die Frage nach der finanziellen Belastung.

Josef Brehm regte an, die Gelder vorzustrecken und mit der Gestaltungsmaßnahme zu beginnen. Dies lehnte der Bürgermeister ab, da dann keinerlei Absicherung der Finanzierung durch die Behörden gewährleistet sei. Dritter Bürgermeister Martin Mack erklärte, dass vor einer Entscheidung eine ausführliche Informationsveranstaltung in Unterspiesheim abgehalten werde.

Im Gespräch um den Dorfplatz wurde zudem von Markus Ebert vorgeschlagen, mit einem Parkschild auf die neu angelegten Parkplätze am Friedhof hinzuweisen und von Josef Ortner die Sanierung der optisch schlechten Friedhofsmauer in Angriff zu nehmen. Beides wolle man in Augenschein nehmen, so Herbert.

Wie schon in anderen Gemeindeteilen gilt das Interesse der Bürger dem Fahrradwegausbau, in Unterspiesheim hauptsächlich der Verbindung nach Kolitzheim. Die Straßenseite und die Ausbauweise erfragte Michael Pretscher. Bürgermeister Horst Herbert antwortete, dass die rechte Seite von Unterspiesheim aus in Frage komme und dass dann ein drei Meter breiter Weg gebaut werden soll, der für Fahrzeuge mit bis zu zehn Tonnen Achslast vorgesehen wird, um den Landwirten eine Fahrmöglichkeit zu gewährleisten.

Gerhard Schuster wollte wissen, ob eine Erhebung über den Bedarf durchgeführt worden sei. Des Weiteren galt sein Interesse den Kosten. „Eine Feststellung der Anzahl von Fahrradfahrern ist zur Zeit nicht relevant, da keine Möglichkeit besteht“, sagte der Bürgermeister. Die Kosten wurden von der Gemeinde mit etwea 800 000 Euro errechnet. Nach Abzug der Fördermittel blieben noch etwa 300 000 bis 350 000 Euro für die Gemeinde – ohne die Mittel für den Grunderwerb. Dennoch, so Herbert, sei eine Anbindung auch an die benachbarten Wegenetze rund um Volkach, Gerolzhofen und Schwebheim sinnvoll.

Hans Werner wies auf die „katastrophale Bauweise“ der Einfahrt zum Einkaufmarkt für Fußgänger und Fahrradfahrer hin. „Es ist ein Wunder, dass noch kein Unfall passiert ist“, untermauerte er seinen Einwand. Ob eine separate Absenkung des Gehweges möglich sei, werde bei einer Besichtigung geklärt, versprach Herbert.

Das Abfallproblem in der Öffentlichkeit ärgerte viele, unter anderen Wolfgang Erich. Er schilderte den zeitweisen „Saustall“ am Abfall-Containerplatz. Die Bekanntheit des Problems bestätigte Herbert. Dies sei auch in anderen Gemeindeteilen so. Der Bürgermeister richtet seinen Appell an die Bürger, verantwortungsbewusst den Abfall zu entsorgen. Bei Missbrauch werde eine Strafanzeige erfolgen.

Ebenfalls viel illegalen Müll wie alte landwirtschaftliche Gerätschaften gebe es rund um Unterspiesheim und in den Waldgebieten zu sehen, bemängelten Josef Brehm und Bernhard Rippstein. Der Bürgermeister erklärte, dass keine Handhabe bestehe, wenn die Geräte auf Privatgrundstücke stehen. Vergehen in der Öffentlichkeit werden strafrechtlich verfolgt. Herbert forderte alle Mitbürger auf, Beobachtungen illegaler Müllentsorgung bei der Gemeinde zu melden. Zudem kamen der schlechte Zustand der Grettstädter Straße, die neuen Walking-Strecken, die Kläranlagen, die Abwassergebühren für das Blumengießen und der Abbau der Fußballtore auf dem Hartplatz an der Schule zur Sprache.

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