Doris Berchtold neue Ringstraßenbürgermeisterin

30.07.2018

Mainpost 30.07.2018

 

GERNACH

Doris Berchtold neue Ringstraßenbürgermeisterin

Das Känguruhviertel – so nannten einst die Ringstraßenbürgerinnen und -bürger ihre Siedlung rund um die Ringstraße. Entsprechend das Motto der ersten Jahre in der Ringstraße: „Leere Beutel - große Sprünge“. Damals hatten alle neu gebaut, und alle wollten große Sprünge machen.

Inzwischen haben sich die Beutel etwas gefüllt, die Schulden sind bezahlt, die Sprünge werden kleiner. Diese Zeit liegt schon lange zurück, im letzten Jahr konnte die Ringstraßengemeinschaft ihr dreißigjähriges Bestehen feiern. Aber nach wie vor halten die Ringstraßenbürger zusammen, treffen sich jedes Jahr zum Federweißen, zum Nikolausfest und natürlich zum Ringstraßenfest.

Beim Ringstraßenfest wird miteinander gefeiert, immer finden sich Sponsoren für die Getränke, oder auch für das Essen, so auch in diesem Jahr: eine Ringstraßenbürgerin und ein Ringstraßenbürger konnten im Amtsjahr des scheidenden Ringstraßenbürgermeisters Peter Claassen ihren 70. Geburtstag feiern, zwei Ringsträßler wurden 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass gaben alle Jubilare eine großzügige Spende, die wohl ziemlich die Unkosten für das Essen und die Getränke beim Ringstraßenfest deckt.

Der scheidende Ringstraßenbürgermeister Peter Claassen hielt einen kurzen Rückblick auf sein Amtsjahr, das mit der Bürgermeister-Neuwahl zu Ende geht. „Alles gut in der Ringstraße, keine Sterbefälle. Aber auch leider keine Geburten“, so seine Bilanz. Sein Dank galt den RingstraßenbürgerInnen für ihre Freundlichkeit, und der Ringstraßensekretärin, Gaby Berchtold für ihre Unterstützung.

Als kleines Dankeschön überreichte er ihr einen Blumenstrauß, sie revanchierte sich mit einer Flasche Wein – ein Zeichen der Anerkennung für „deine vorbildliche Wahrnehmung des Bürgermeisteramtes im vergangenen Jahr.“

Bei der Neuwahl zeigte sich wieder das sprichwörtliche nonverbale Gespür der Ringsträßler für die richtige Wahl des nächsten Ringstraßen-Gemeindeoberhauptes. Die Wissenschaft sucht immer noch nach Erklärungen, wie dieses hohe Maß an Übereinkunft bei der Wahl des Bürgermeisters zu erklären ist: Denn mit großer Mehrheit wurde Doris Berchtold als neue Ringstraßenbürgermeisterin gewählt. Sie war – fast als einzige – völlig überrascht, dass die Wahl auf sie gefallen war.

Die Frage des Altbürgermeisters Peter Claassen, ob sie die Wahl annehme, beantwortete sie mit einem begeisterten „Ja“. Peter Claassen legte ihr die Amtskette um und wünschte ihr eine gute Regierungszeit. Als erste Amtshandlung oblag es der neuen Ringstraßenbürgermeisterin, die benötigte Brötchenzahl für das Ringstraßenfrühstück zu ermitteln. Zu diesem versammeln sich nach der Ringstraßentradition am Samstag nach dem Ringstraßenfest alle Ringstraßenbürger, die es möglich machen können. Es ist lang bewährte Gepflogenheit, dass die neue Bürgermeisterin als Morgengabe ihres neuen Amtes diese Brötchen besorgt (oder von ihrem Mann besorgen lässt) und sponsert.

Der feierliche Transfer des Schildes „Wohnung des Ringstraßenbürgermeisters“ vom Anwesen des Altbürgermeisters hin zum Grundstück der neuen Bürgermeisterin ist für Montag-Abend geplant.

 

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