"Eine himmlische Beförderung"

15.11.2019

Mainpost 15.11.2019

Herlheim

"Eine himmlische Beförderung"

Endlich, nach fünf Jahren Entzug, konnten die Theaterliebhaber in der Herlindenhalle wieder die Herlheimer Laienschauspieler auf der Bühne in Hochform erleben. Bei der Komödie "Eine himmlische Beförderung" genossen die Besucher etwa drei Stunden lang beste Unterhaltung mit viel Spaß bei den oft komischen sowie pointen-, gesten- und mimikreichen , aber auch sehr verwickelten Darbietungen der Akteure.

Im Hause Weismann laufen die umfangreichen Hochzeitsvorbereitungen für Tochter Yvonne (Sandra Schaar) mit dem noch unbekannten Bräutigam, Klaus Dieter Faber (Sven Borst) auf Hochtouren. Dabei wird Mama Erika (Heidi Rippstein) tatkräftig von Nachbarin Hilde (Ruth Braun) unterstützt. Während dessen spekuliert Papa Albert (Stefan Englert) zusammen mit dem Nachbarn Heinz (Christian Rippstein) auf die Mitgift des zukünftigen Schwiegersohns. Die beiden wollen ein Grundstück erwerben, um darauf ein Mehrfamilienhaus zu erbauen.

Diese Hochzeit soll Jungteufel Diavolo (Ralf Brünn) verhindern. Der Auszubildende wird von des Teufels Großmutter (Ruth Braun) auf die Erde geschickt, um sich bei dieser Aktion seine Hörnchen zu verdienen. Ohne und mit Umhang, der ihn unsichtbar macht, allerdings nicht für Personen die mehr als 100 Sünden auf dem Kerbholz haben und von denen sich so einige im Publikum befinden, mischt er sich in das Geschehen ein und schmiedet Intrigen. So gibt sich der kleine Teufel der Trauzeugin Nadine Schön (Carolina Ozorio) gegenüber als Bräutigam und Frauenheld aus. Der Trauzeuge Gerd Müller (David Ludwig) dagegen erfährt von Klaus-Dieters Neigungen für das eigene Geschlecht. Letztendlich muss auch die angereiste und wohlhabende Mutter des Bräutigams, Henriette Faber (Katrin Scheidl) erkennen, dass sie als "Goldene Gans" ausgenommen werden soll.

Dies alles führt zu Irrungen, Wirrungen und Streitereien und das großartig geplante Fest, das die Braut gar nicht in dieser aufwändigen Form wollte, droht zu platzen. Dem Hilferuf der Brautmutter Erika erhörend, erbarmt sich schließlich Petrus (Christian Rippstein) aus der Himmelshöhe herab.  Um die Hochzeit zu retten schickt er den tollpatschigen Engel Raphaela (Jan Ludwig), der sich seine Flügelchen verdienen soll, auf die Erde. Mit seinem Harmoniestaub führt dieser allerdings die falschen Pärchen zusammen und macht das Chaos noch größer. Letztendlich wird dann doch alles gut, indem sich das Brautpaar Yvonne und Klaus-Dieter versöhnen und auch die Trauzeugen Nadine und Gerd ihre Liebe zu einander finden. Auch Henriette Faber und Albert Weismann verstehen sich nun bestens und dem Bau eines Mehrfamilienhauses steht nichts mehr im Wege.

Wie von  Erika Weismann und Hilde W. geplant, soll nun auch die Hochzeit stattfinden. Das bringt dann allerdings die Hochzeitsplanerin Hilde in Nöte. Denn, gerade eben hat sie alles abgesagt. In Not ist auch der kleine Teufel Diavolo. Nicht nur, dass er wegen seiner Machenschaften Schläge erdulden musste, er traut sich auch nicht mehr zurück in die Unterwelt. Auch für ihn gibt es dann ein Happy End. Nach einem Telefonat des netten Engelchens Raphaela mit Petrus, und der Bestechung mit Weißwürsten als Mitbringsel,  bekommt der Jungteufel Asyl in den höheren Sphären.

Um sich in diese aufregend-komische Story hineinzuversetzen zu können, mussten sich die begeisterten Besucher nicht in fremde Gefilde begeben, denn alles spielte sich im heimatlichen Herlheim ab. Unübersehbar dominierte die Herlheimer Pfarrkirche das Bühnenbild. Neben dem heimatlichen Dialekt kamen auch immer wieder lokale Örtlichkeiten, Institutionen und Begebenheiten zur Sprache. So logierten alle zur Hochzeit angereisten Gäste im Gasthaus Gutbrot, wo auch die Feier stattfinden sollte, der Herlheimer Gesangverein sollte in der Kirche singen und Ziele von Spaziergängen waren der Herrnbrunnen und die Hörnauer Seen.

Nicht nur zum Schluss, sondern auch während der Aufführung ernteten die Akteure den begeisterten Applaus des Publikums. Auch die Mitwirkenden hinter der Bühne wurden für ihre hervorragende Arbeit mit dem Beifall der Besucher belohnt. Als Souffleuse und Moderatorin fungierte Katharina Borst. Yvonne Ziegler und Edel Krauß waren für Frisuren und Maske zuständig. Die Bühne bauten Ernst Pfister und Albin Reiser und das Bühnenbild ist Gunter Ludwig zu verdanken. Für die richtige Beleuchtung und den Ton sorgten Sven und Fred Krauß. Letzterer war auch für Promotion, Layout und Fotos zuständig, für den Kartenvorverkauf Elmar Johanni. Daneben sorgte ein Verpflegungsteam für ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken.

Am kommenden Samstag, 16. November um 19:30 Uhr wird es nochmals eine Theateraufführung in der Herlindenhalle geben. Restkarten gibt es unter den Mobiltelefonnummern: 0152 56965489 oder 0170 6545305 und Festnetz: 09382 / 317523 oder an der Abendkasse.

 

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