Freude über gutes Radwegenetz

03.03.2009

 

Mainpost 3.3.2008
 
HERLHEIM
Freude über gutes Radwegenetz
Horst Herbert stand in Bürgerversammlung in Herlheim Rede und Antwort
In der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Horst Herbert über das Geschehen in der Gemeinde im vergangenen Jahr. Dabei ging er besonders auf die Situation in Herlheim ein. Von den 5557 Bürgern mit Hauptwohnsitz in der GemeindeKolitzheim leben 434, zwei mehr als im Vorjahr, im Ortsteil.
Zwei Betonwege wurden im vergangenen Jahr im Rahmen der Flurbereinigung erneuert und in diesem Jahr soll der Betonteil des Gerolzhöfer Weges folgen, berichtete Herbert. Die Rekultivierungsmaßnahmen sind abgeschlossen und sehr gelungen. Das Gemeindeoberhaupt wies hier besonders auf die Gestaltung des Herrnbrunnens und des Kapellenhügels hin.
Durch den Landkreis Schweinfurt wurde der zweite Teil der Kreisstraße Zeilitzheim-Herlheim ausgebaut. Parallel dazu baute die Gemeinde einen Radweg, der dann weiter um das Waldstück Humpel nach Herlheim führt. Somit gebe es in der Gemeinde nun ein gutes Radwegenetz, so der Bürgermeister.
Im Friedhof sollen in diesem Jahr Urnengräber entstehen, die Schule habe mit dem neuen Außenputz ein gutes Gesicht erhalten, die Ortsvermessungen im Dorf seien technisch weitgehend abgeschlossen, und für das alte Schulhaus müsse eine sinnvolle Nutzung gefunden werden, lauteten weitere Informationen zum Ortsteil Herlheim. Auch auf den immer noch fehlenden breitbandigen Internetzugang, der 2008 von der Telekom angekündigt, dann aber wieder abgeblasen wurde, ging Horst Herbert ein. Demnächst werde der Gemeinde von der Telekom ein neues Angebot vorgelegt.
Für Herbert ist allerdings für Herlheim die Funklösung die Alternative: entweder mit „Schnell ins Netz“ oder durch „DSL Mobil“. Diese Firma hat auf dem Sportheim Kolitzheim eine Antenne errichtet. Auch die Bundesregierung setze klar auf Funklösungen, so Herbert. Die optimalste, aber auch teuerste Lösung, sei das Verlegen von Glasfaserkabeln.
Das Thema DSL wurde dann auch im zweiten Teil der Versammlung heiß diskutiert. Extrem wichtig, damit man von der normalen Entwicklung nicht abgehängt werde, sei ein schneller Internetzugang, betonte Anton Bedenk. Gerd Ludwig schlug vor, dass, wie in Stammheim, die Bürger die Kosten übernehmen. Für Herlheim würde das zu teuer, hier würde eine Leitung zirka 100 000 Euro kosten, rechnete Herbert vor.
Die neuen Flurwege würden von manchen Landwirten sehr verschmutzt, trug Edwin Pfister vor und forderte, dass sich der Gemeinderat damit beschäftigen solle. Jeder sei verpflichtet, die von ihm verursachten Verschmutzungen zu beseitigen, so die Antwort des Bürgermeisters. Wenn der Verursacher bekannt sei, werde er von der Gemeinde angeschrieben. Beschädigt würden die Wege auch durch Holztransporte zu und von einem Holzlagerplatz an der Gemarkungsgrenze zu Oberspiesheim, so ein weiterer Einwurf. Der Lagerplatz sei nicht genehmigt und er habe das Landratsamt, das hierfür zuständig sei, bereits informiert, so Herbert.
In der alten Schule befindet sich bereits die Pfarrbücherei im Turnraum des ehemaligen Kindergartens und im Kindergartenraum selbst werde demnächst die Krabbelgruppe einziehen, wurde zur Nutzung dieses alten Gebäudes berichtet. Trotzdem gibt es noch jede Menge freien Platz, wies der Bürgermeister auf das Problem des alten Gemeindegebäudes hin. Für die Nutzung dieser Räume werde man Ideen sammeln, was Zeit brauche, so Matthias Braun.
Auch zu den im vergangenen Jahr gebauten Radwegen musste Bürgermeister Herbert Stellung nehmen. So sei es ein Kompromiss mit der Naturschutzbehörde gewesen, dass entlang des Waldstücks Humpel die Asphaltdecke nur zwei Meter breit sei und der Rest weiterhin eine Schotterdecke habe, berichtete er. Als er hier mit seinem Traktor unterwegs gewesen sei, wurde er von einem Fahrradfahrer zur Rede gestellt, was er hier suche, empörte sich Reinhard Schmitt. Da es sich um öffentliche Wege handele, könne man das nicht ändern, es müsse Rücksicht genommen werden, lautete die Antwort.
Im Hauptweg des Friedhofes sei die Asphaltdecke sehr schlecht, machte Hannelore Krauß deutlich. Erwin Wiesmann sprach hier die immer mehr werdenden leeren Gräber an und erfuhr, dass diese mit Bodendecker bepflanzt werden. Welche Variante von Urnengräbern entstehen sollen, überlasse er den Herlheimern, so Herbert zu diesem Thema.
Weitere Punkte in der regen Diskussionsrunde waren die Deponie in Lindach, die Kläranlage, die gefährliche Situation bei der Ausfahrt aus der Kirchgasse, der verschmutzte Gemeinschaftsraum über dem Musikraum oder die Abwassergebühren.
Zum Abschluss informierte Bürgermeister Herbert, dass am 26. März in Herlheim eine Patenschaft mit der 5. Kompanie des Logistikbataillons 467 aus der Mainfrankenkaserne Volkach beurkundet werde.
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