Fünf Feuerwehren übten gemeinsam

07.10.2008
Mainpost 07.10.2008

HERLHEIM

Fünf Feuerwehren übten gemeinsam

600 Meter lange Schlauchstrecke verlegt

(bap) Eine landwirtschaftliche Halle brennt. In ihr sind nicht nur Maschinen, sondern auch ein großes Getreidelager untergebracht. Außerdem ist das Gebäude etwa 500 Meter vom Ortsende Herlheims entfernt und kein Wasseranschluss oder Teich ist in unmittelbarer Nähe. Dieser angenommene Brandfall löste einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Herlheim, Kolitzheim, Ober- und Unterspiesheim und der Stützpunktfeuerwehr Gerolzhofen aus.

Mit zehn Fahrzeugen, darunter ein Drehleiterfahrzeug und ein Schlauchwagenfahrzeug mit 2000 Meter Schlauchmaterial, waren 65 bis 70 Feuerwehrleute vor Ort und arbeiteten Hand in Hand, wobei jeder seinen Teil – von der direkten Bekämpfung der fiktiven Flammen bis hin zur Verkehrsregelung – übernahm.

 

Vom Hydranten am Ortsende legten die Männer eine etwa 600 Meter lange Schlauchstrecke. Vor Ort wurde der angenommene Brand dann von zwei Stellen aus – aus der Höhe von der Drehleiter und vom Boden – bekämpft. Atemschutzträger aus Unterspiesheim drangen in die Halle ein und gingen dort gegen die Flammen vor. Koordinator der Übung war der Herlheimer Kommandant Martin Ziegler.

 

Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm, mehrere Kreisbrandmeister und Bürgermeister Horst Herbert waren sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Alles habe sehr gut und reibungslos geklappt, so der Kreisbrandinspektor. Gezeigt habe sich ebenfalls, dass der Wasserdruck ausreiche. Zweck der Übung sei auch gewesen, auszutesten, wie lange es dauert, bis eine Versorgung zur Brandbekämpfung aufgebaut ist und ob das Hydrantennetz einer solchen Anforderung standhält.

 

Da es immer mehr Außenbebauung gebe, sei es wichtig, zu sehen, dass man die technischen Möglichkeiten habe, um für den Notfall gerüstet zu sein, sagte Bürgermeister Horst Herbert. Er betonte die gute Zusammenarbeit der Wehren. Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm lobte seine Feuerwehrkollegen, die bereit seien, Freizeit und Arbeitszeit einzusetzen, um helfen zu können, wenn es notwendig ist.

 

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