Gehbahnen für den Marktplatz

13.05.2016

Mainpost 13.05.2016

KOLITZHEIM

Gehbahnen für den Marktplatz

Bereits mehrere Male beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem zweiten Förderprogramm für eine Breitbandversorgung.
Nach der öffentlichen Ausschreibung und einer Berichtigung hat nur die Telekom ein konkretes Angebot gemacht, berichtete Bürgermeister Horst Herbert in der jüngsten Sitzung. Danach beträgt die Angebotssumme 329 700 Euro. Dieser Betrag wird voraussichtlich mit 80 Prozent gefördert. Einstimmig hat der Gemeinderat zugestimmt.
Vor allem Lindach wird von diesem zweiten Förderprogramm profitieren, da hier eine neue Verbindung von Kolitzheim aus gelegt werden wird. Auch in Unter- und Oberspiesheim, Zeilitzheim und Herlheim wird die Breitbandversorgung durch zusätzliche Verteiler weiter ausgebaut. In Stammheim sorgt die Telekom eigenwirtschaftlich für eine größere Versorgungsbreite, berichtete das Gemeindeoberhaupt.
Auch mit einem Gesamtkonzept zur FTTH-Versorgung (Glasfaser bis ins Haus) beschäftigte sich der Gemeinderat. Der Anschluss aller Haushalte an das Glasfasernetz ist langfristig das Ziel der Gemeinde, so Bürgermeister Herbert.

Gesamtkonzept erstellen
Dafür sollen künftig bei allen geeigneten Tiefbaumaßnahem Leerrohre mit verlegt werden. Hierfür ist jedoch ein technisches Gesamtkonzept für den Aufbau eines Leerrohrnetzes erforderlich. Hierfür müsste ein Planungsbüro beauftragt werden.
Im Rahmen eines Bundesförderprogramms können Kommunen bis zu 50 000 Euro für die Erstellung eines solchen Masterplanes erhalten. Der Gemeinderat beschloss, einen Antrag auf Förderung zu stellen.
Rund um diesen Glasfaserausbau, die Standorte der Verteiler, den innerörtlichen Streckenausbau, der teilweise durch die Telekom durchgeführt werde, und um die Verbindungen direkt ins Haus entstand im Gremium eine rege Diskussion.
Man müsse sich mit der Telekom und der Überlandzentrale Lülsfeld, die wiederum eine Kooperation mit der Telekom habe, abstimmen. Die Verbindung direkt ins Haus müsse die Gemeinde bei Baumaßnehmen und der Verlegung der Leerrohre den Anliegern anbieten. Nähmen diese das Angebot nicht an, müssten sie später bei Bedarf selbst für eine Verbindung sorgen.
Auch beim Einbau der Gehbahnen am Marktplatz in Zeilitzheim sollen Leerrohre mit eingelegt werden, wofür Kämmerer Werner Knobach mit 17 000 Euro rechnet. Wegen der Kosten für die Verlegung der Leerrohre müsse man Vereinbarungen mit Nutzern oder Anbietern treffen, forderte hier Burkhard Krapf. Reinhold Holzheid wies dagegen darauf hin, dass man mit dieser Vorsorge verhindern wolle, dass später wieder aufgegraben werden müsse.
Für Gerd Endres ist es ganz einfach. Sobald ein Gebäude angeschlossen werde, müsse bezahlt werden. Es gebe auch noch Alternativen, so Bürgermeister Horst Herbert. Die Leerrohre könnten verkauft oder vermietet werden, zum Beispiel an die Telekom. Nur ungern würde er an die Anlieger verkaufen.
Zur Realisierung eines glatten Gehbahneneinbaus auf dem bis jetzt sehr unebenen und schlecht begehbaren Marktplatz in Zeilitzheim soll das Eler- Förderprogramm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums) genutzt werden. Zuvor hatte Bürgermeister Horst Herbert nochmals die Trasse beschrieben. Sie soll auf beiden Seiten des Marktplatzes entlang der Pflanzbeete verlaufen, gegenüber des Schlosses um die Ecken führen und dann auslaufen.

Straßenquerung nicht möglich
Eine Querung der Straße an der Kirche sei nicht möglich, antwortete Herbert auf den Vorschlag von Reinhard Heck. Das würde der Landkreis nicht erlauben. Nur die reinen Baukosten, ohne Nebenkosten, werden bezuschusst. Er rechne mit 48 000 Euro förderfähigen Baukosten, von denen 60 Prozent übernommen werden. Insgesamt ist die Maßnahme auf 96 000 Euro veranschlagt, worin auch die oben genannten Leerohre enthalten sind. Auch hier stimmte das Gremium zu.

 

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