Geheimnisvolle Einstiegsschächte auf dem alten Fliegerhorst

04.05.2006

Mainpost 4.5.2006

 

Geheimnisvolle Einstiegsschächte auf dem alten Fliegerhorst

 

Zeilitzheim/Herlheim (novo) Nach dem nächst gelegenen größeren Ort war der im Zweiten Weltkrieg bestehende Fliegerhorst Gerolzhofen benannt. In Wirklichkeit befand er sich zwischen den Dörfern Kolitzheim, Herlheim und Zeilitzheim. Die Bevölkerung sprach vom Fliegerhorst "Herleshof', nach einem heute nicht mehr bestehenden Gehöft am nördlichen Rand des Platzes. Der Feldflugplatz Gerolzhofen entstand schon Ende der dreißiger Jahre im Hinblick auf eventuell bevorstehende kriegerische Auseinandersetzungen des Deutschen Reiches mit der Tschechoslowakei und Polen, wie der Erforscher des Luftkriegs im hiesigen Raum, Wolfgang Scholz (Schweinfurt) in einer Dokumentation weiter schreibt. Der Flugplatz hatte eine Ost-West Start- und Landebahn. Die Unterkünfte der Flieger und des anderen militärischen Personals sowie die Dienst- und Versorgungsgebäude befanden sich in Form von Baracken im Wäldchen "Marienhain", unmittelbar südwestlich des Flugfeldes. Der Flugplatz verfügte über eine eigene Wasserversorgung, Kanalisation und Heizungsanlage. Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang welche Rolle die noch heute existierenden, jedoch zugeschütteten Einstiegslöcher mit Steigeisen als auch die größeren Gruben spielten (siehe Fotos), die sich jeweils an der Hauptstraße (der "Richthofenstraße") im Marienhain befanden, ob sie etwa der Kanalisation dienten oder eine andere Funktion hatten. Es hat auch von der Straße nach Herlheim her bis nach dem Krieg einen Eingang zu einem unterirdischen Gang gegeben, der direkt in den Marienhain führte. Wer weiß Näheres über Schächte und Gruben? Kontakt: MAIN-POST Gerolzhofen, Norbert Vollmann, Tel. (0 93 82) 97 20-55.

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