Gelungene Mischung in Herlheim

20.02.2007

Mainpost 20.2.2007

 

Gelungene Mischung in Herlheim

 

HERLHEIM Vier vergnügliche Stunden erlebten die zahlreichen Besucher beim Frauenbundfasching, an dem sich auch Mitglieder anderer Vereine aktiv beteiligten. Die gelungene Mischung aus Gesang, Sketsch- und Tanzeinlagen sowie Schunkelrunden sorgten beim Publikum für gute Laune und rief häufig begeisterten Applaus und Rufe nach Zugaben hervor.

Erwin Pfister sorgte für die passende Musik. Maria Günther führte durch das närrische Programm. Mit „Helau der Fasenacht“ zur Melodie „Eine Seefahrt, die ist lustig“ begrüßte der Frauenbund-Faschings-Chor (FFC) singend die Besucher. In weiteren Beiträgen des FFC wurde auch das Publikum in das Geschehen mit eingebunden. In zahlreichen Sketchen und Monologen hatten die Akteure die Lacher auf ihrer Seite. So berichtete Ralf Brünn in einem „Busengedicht“ über dieses weibliche Körperteil und über die Freuden, aber auch die steigenden Gefahren für den Mann, wenn die Körbchen des BHs immer größer werden und letztendlich die „ultra, super, maximale“ Größe zwölf erreichen.

„Jeder Club braucht einen Trottel“, so Vereinswitwe Ingrid Katzenberger. Ständig kutschiere ihr Mann draußen herum, wo ihm nichts fehle und wo er höflich und galant mit anderen Frauen umgehe. Zu Hause jammere er, sei müde und habe keine Lust. Wenn im Fernsehen die Bayern spielen, sei er schon gar nicht mehr ansprechbar.

Die gestresste Doris Rippstein berichtete aus ihrem Haushalt, in dem ihr Ehemann Alfons alles auf Automatik trimmt. Nicht immer funktioniert dies reibungslos und setzt sie unter Stress. Drei Tage Ruhe hat sie endlich, als das Klappbett mitsamt Ehemann nach einem Kurzschluss in der Wand verschwindet.

Experten für alle Beschwerden

Für jede Beschwerde gibt es einen Doktor, erfahren die Besucher von Doris Rippstein und Gisela Schaar. So ist zum Beispiel für das Gedärm ein Därmatologe und für ein steifes Genick der Genickologe zuständig. Bei Hämorrhoiden fährt man am besten nach Ägypten zum Ar(s)chäologen.

Andrea Karbacher und Anna Kleinhenz befanden sich als Ehepaar auf einer Autofahrt. Der Ehemann nervte die Fahrerin ständig mit guten Ratschlägen und warnte vor Gefahren. Am Ziel erwartete ihn zum dritten Mal die Führerscheinprüfung.

Charly (Stefan) Englert und Ralf Brünn präsentierten sich frei nach Waltraud und Mariechen als zwei Witwen im Wartezimmer ihres Arztes. In ihrem Gespräch musste so manches Missverständnis aufgeklärt werden, welches meist die vergessliche Mariechen verursachte. Um Geld zu verdienen kamen die beiden unter Anderem auf die Idee, Toilettentheater zu machen und fingen zur Gaudi des Publikums sogleich an, eine Verwicklung mit dramatischem Ende zwischen Ehefrau, Tausendsassa (Geliebter) und dem Ehemann einzuüben.

Jungfrauen auf Wallfahrt

Nachdem sie schon überall gesucht hatten begaben sich elf heiratswillige Jungfrauen auf eine Wallfahrt, um vielleicht endlich einen Mann im Saal zu finden. Sie zogen kreuz und quer durch den Raum und gelobten, alles anzunehmen, was ihnen geboten würde.

Angetrieben von ihrer Trainerin versuchten Fußballerinnen sich für die in sechs Wochen beginnende Saison fit zu machen. „So gut wie die Männer schaffen wir dies allemal“, so die ehrgeizige Trainerin. Ihre Spielerinnen waren allerdings nicht alle so strebsam wie sie und versuchten sich zu schonen, dachten lieber an gute Kuchenrezepte oder klatschten über Herlheimer Begebenheiten. Unterbrochen wurden die verbalen Beiträge durch tänzerische Darbietungen, die alle vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt wurden.

Die Jugendgarde aus Frankenwinheim zeigte bei einem Showtanz ihr Können. In den Wilden Westen begab sich das Männerballett aus Stammheim. Die Akteure präsentierten sich als Cowboys und Indianer. Selbst einen Cancan legten sie aufs Parkett.

Extra für den Faschingsabend gründeten fünf Herlheimer Herren ein Männerballett und wurden für ihren Auftritt als „Halemer Hot Banditoz“ begeistert gefeiert.

„Nun geht die Party erst richtig los“ meinte Maria Günther am Ende des offiziellen Programms, denn nun hatten die Gäste die Gelegenheit, zur Musik von Erwin Pfister das Tanzbein zu schwingen.

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