Geringer Wasserverbrauch und Energieeffizienznetzwerk

06.06.2019

Mainpost 06.06.2019

 

Kolitzheim

Geringer Wasserverbrauch und Energieeffizienznetzwerk

Zum letzten Mal führte Rosa Seufert das Protokoll der Gemeinderatssitzung, da sie zum Monatsende aus dem Dienst der Gemeinde ausscheidet. Bürgermeister Horst Herbert dankte ihr für ihre Mitarbeit, hier im Gemeinderat insbesondere für ihre genaue, zeitnahe und umfassende Protokollerstellung.

Mit der Empfehlung den Eingangsbereich an der Westseite des geplanten Ausbaus einer Scheune zum Zweifamilienhaus etwas zurückzunehmen, um die Unfallgefahr dort zu vermindern, wurde dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt.  Ebenso positiv fiel die Zustimmung des Gemeinderats zum Antrag auf Vorbescheid zum Neubau einer KFZ-Werkstatt in Kolitzheim aus.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Reinhard Heck, berichtete über die örtliche Rechnungsprüfung des Haushaltes der Gemeinde Kolitzheim. Der Rechnungsprüfungsausschuss fand bei der stichprobenweisen Prüfung der Kassenbelege keine Mängel oder Anlässe für Beanstandungen. Die außer- und  überplanmäßigen Ausgaben waren nötig und sind nachvollziehbar.

Jahresrechnung erläutert

Auffallend war, dass eine ganze Anzahl von Bürgern mehrere Hunde ihr Eigen nennt, die aber alle ordnungsgemäß gemeldet sind. Bei einzelnen Haushalten wurde ein sehr geringer Wasserverbrauch festgestellt. Diese wurden schriftlich um Auskunft gebeten, wie sich dieser geringe Verbrauch erklärt. "Aus den plausiblen Anworten hat sich inzwischen ergeben, dass diese Verbräuche nachvollziehbar sind", heißt es in der Darstellung des Sachverhaltes in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Feststellung der Jahresrechnung mit Entlastung" erläuterte Kämmerer Werner Knoblach die Jahresrechnung, die im Januar schon im Gemeinderat vorgestellt wurde. Der Verwaltungshaushalt des Jahres 2018 war mit etwa 11,6 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, sie lagen aber über dem Ansatz von etwa 10,4 Millionen Euro. Mit 9,9 Millionen Euro liegen die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes unter den Ansätzen von 10,8 Millionen Euro. Grund dafür: einige geplante Investitionen konnten noch nicht durchgeführt werden.

Verschiedene Investitionen

Wesentliche Investitionen waren unter anderem Zuschüsse an Kirchen für Renovierungen (236 000 Euro), Drosselschacht Gernach (115 000 Euro), Kanalbau und Wasserleitungsbau Neubaugebiet Unterspiesheim (641 000 Euro), Altort- und Familienförderung (141 000 Euro), Fahrzeuganschaffungen für den Bauhof (210 000 Euro).

Der Schuldenstand zum Jahresende 2018 belief sich auf 1,75 Millionen Euro, an Zinsen waren lediglich 2100 Euro zu leisten. Der Rücklagenstand in Höhe von rund 13,2 Millionen Euro sieht sich gut an, bedenkt man aber, dass in nächster Zukunft große Investitionen auf die Gemeinde zukommen, werden diese Rücklagen beträchtlich schmelzen: Allein der geplante Schulhausneubau schlägt mit circa zehn Millionen Euro zu Buche, der Kindergartenneubau in Unterspiesheim ist mit etwa drei Millionen Euro veranschlagt, der Neubau des Feuerwehrhauses in Unterspiesheim wird etwa 2,5 Millionen Euro kosten.

Einstimmig wurde der Haushalt festgestellt und die außer- und überplanmäßigen Ausgaben wurden nachträglich genehmigt. Die Entscheidung über die Entlastung stellte zweiter Bürgermeister Martin Mack zur Abstimmung – die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Teilnahme am Energieeffizienznetzwerk

Schnell war das Einvernehmen des Gemeinderates hergestellt über die Teilnahme am kommunalen Energieeffizienznetzwerk, nachdem Bürgermeister Horst Herbert über die Ziele dieses Netzwerks informiert hatte: Ziel dieses Netzwerkes ist es, überörtlich Synergieeffekte zu bündeln, um Möglichkeiten für Energieeinsparungen für die beteiligten Kommunen zu finden und kostengünstig umzusetzen. Bisher haben sich 39 Gemeinden zu diesem Netzwerk angemeldet, auch der Landkreis Schweinfurt ist dabei.

Energieeinsparungen bei Gebäudesanierungen, bei der Straßenbeleuchtung, bei den Klärwerken und der Trinkwasserversorgung sind Bereiche, die nach Möglichkeiten untersucht werden, wie Energie eingespart werden kann. Das Netzwerk wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst, sodass für die Gemeinde relativ geringe Kosten anfallen, aber Kosteneinsparungen durch die Zusammenarbeit in diesem Netzwerk zu erhoffen sind.

Kommen E-Bike-Ladestationen?

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wünsche, Anregungen" informierte der Bürgermeister über ein Schreiben der Stadt Volkach an die Landkreise Schweinfurt und Kitzingen, aber auch an umliegende Gemeinden, mit dem um finanzielle Beteiligung an den Kosten für das zur Zeit nur teilweise geöffnete Freibad gebeten wird.

Er empfahl, erst die Reaktionen anderer abzuwarten, bevor man sich entscheidet. Ebenfalls abwarten möchte man bei dem Vorhaben des Landkreises, ein Netz von E-Bike-Ladestationen aufzubauen. Die Gemeinden könnten sich beteiligen, so die Mitteilung des Landkreises. Die Einrichtung einer Ladestation koste etwa 2500 Euro.

Musikerzimmer verrußt

Gemeinderat Berthold Pfaff monierte, dass das Musikerzimmer in Kolitzheim aufgrund der Benutzung als Gottesdienstraum während der Renovierung der Kolitzheimer Kirche sehr stark verrußt sei. Er zeigte sich enttäuscht, dass die Kirchenstiftung noch nicht aktiv geworden sei, diesen Zustand zu beenden. Aufgrund der starken Verschmutzung halte er eine Reinigung durch eine Fachfirma für angebracht, einfaches Überstreichen nütze nichts. Die Renovierung sei dringend erforderlich, da die Belastung durch den starken Rußbelag für die Musikanten, die in diesem Raum proben und die Tänzerinnen, die dort üben, möglicherweise gesundheitsschädlich sei – Stichwort Feinstaub.

Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass er sich schriftlich an die Kirchengemeinde gewandt habe, und dass ihm die Zusage sowohl des Pfarrers als auch des Kirchenpflegers vorliege, die fachgerechte Reinigung vornehmen zu lassen. Es sei auch einvernehmlich geregelt, dass der Bauhof diese Arbeiten überwache. Leider sei bisher noch nichts geschehen, obwohl die Einweihung der Kirche nun schon einige Zeit zurückliege.

Martin Mack machte den Vorschlag, dass sich die örtlichen Gemeinderäte, eventuell mit dem Bürgermeister, an die Verantwortlichen der Kirchengemeinde wenden, um die schnelle und fachgerechte Renovierung der Räume voranzubringen, der Bürgermeister will umgehend das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen.

 

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