In Zeilitzheim wird Erde angezapft

07.08.2006

Mainpost 7.8.2006

 

In Zeilitzheim wird Erde angezapft

 

ZEILITZHEIM (NOVO) Mit der Bohrung von Erdwärmesonden wird in diesen Tagen der Grundstein für eine weitere Schulungsanlage im Forum Wohnenergie in Zeilitzheim gelegt. Das wird bekanntlich vom Fachausschuss Wärmepumpe der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) betrieben.

Nicht nur zu Informations- und Demonstrationszwecken werde diese Anlage genutzt werden, sondern es werden Fachhandwerker praxisnah mit dieser Technik vertraut gemacht und ausgebildet, heißt es in der Pressemitteilung der DGS.

Diese Art der Nutzung regenerativer Energie aus der unmittelbaren Umgebung nutzt die über das gesamte Jahr konstante Erdwärme, welche durch Sonden dem Erdreich entzogen wird. Das hierbei im Erdreich entstehende Wärmedefizit, wird durch den geothermischen Wärmefluss aus dem Inneren der Erde wieder ausgeglichen und steht somit konstant und zuverlässig zur Wohnwärmeversorgung mit einer Wärmepumpe nachhaltig zu Verfügung. Diese nutzt das niedrige Temperaturniveau der Erdwärme und komprimiert dieses auf ein höheres Temperaturniveau, entsprechend den Bedürfnissen des Nutzers.

Bei einem Einfamilienhaus mit einer Heizlast von acht kW bedeutet dies, dass durch eine erdgekoppelte Wärmepumpe etwa sechs kW aus Erdwärme und lediglich zwei kW aus elektrischer Energie zum Antrieb des Verdichters in der Wärmepumpe bereitgestellt werden.

Das Genehmigungsverfahren ist über die Landratsämter einzuleiten und benötigt in der Regel eine Zeit von vier bis sechs Wochen. Für das Genehmigungsverfahren ist allerdings eine fachkundige Planung zur Erstellung der Erdwärmesondenanlage notwendig, welche im Rahmen des Genehmigungsverfahrens detailliert nachzuweisen ist, so die DGS weiter in ihrer Pressemitteilung.

Die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich der nachhaltigen Nutzung von regenerativer Energie mit den Schwerpunkten der Wohnwärmeversorgung und Raumluftqualität haben in diesem Jahr schon zahlreiche überregionalen Gäste nach Zeilitzheim gebracht. Allein durch die Mitbegründung und Kooperation mit der Solarteurschule in Nürnberg, wurden innerhalb der zurückliegenden Jahre mehr als 60 Fachhandwerker aus dem fränkischen Raum zu Solarteuren gemäß dem europäischen Zertifikat hier ausgebildet.

So startet der DGS-Fachausschuss Wärmepumpe nach Einweihung der neuen Schulungsanlage im Rahmen des Herbstsymposiums vom 20. bis 22. Oktober, umfassende Qualifizierungsmaßnahmen für Architekten, Energieberater und Handwerker.

Weitere Informationen im Forum
Wohnenergie, Tel. (0 93 81) 71 68 31.

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