Keine Mautflüchtige auf der B 286

17.02.2007

Mainpost 17.2.2007

 

Keine Mautflüchtige auf der B 286

 

GERNACH (ES) Viele interessierte Fragen bei Bürgerversammlung in Gernach

552 Einwohner hatte Gernach zum Jahresbeginn, acht weniger als zu Beginn des Jahres 2006, drei Kinder kamen in Gernach im vergangenen Jahr auf die Welt – der Kindergarten kann nur aufgrund des Umstellung der Finanzierungsgrundlagen für Kindergärten noch weiter bestehen.

Als für Gernach wichtige Baumaßnahme erwähnte das Gemeindeoberhaupt, dass der Bühlsee ausgebaggert worden sei und so als Ausgleichsfläche für versiegelte Flächen zur Verfügung stehe. Geplant sei auch, dem wachsenden Wunsch nach Urnengräbern in Gernach zu entsprechen und eventuell eine Urnenmauer herzustellen.

Der Chef der Gemeinde hob die gute Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft bei der Instandhaltung der Wege hervor: etwa 2500 Euro habe die Jagdgenossenschaft für die Instandhaltung der Feldwege investiert, den gleichen Betrag habe die Gemeinde nochmal draufgelegt. So sei das Wegenetz in Gernach gut im Schuss. Die Straßenbeleuchtung sei auch in Gernach erneuert worden, eine Maßnahme, die sich innerhalb von sieben bis acht Jahren amortisiere. Der Austausch der Lampen habe ca 50 000 Euro gekostet.

Im Radwegebau habe der Ausbau der Strecke Unterspiesheim-Kolitzheim Priorität, da die B 286 die meistbefahrene Strecke im Gemeindegebiet sei. Das Verkehrsaufkommen – etwa 5300 Pkw und 400 Lkw – sei seit fünf Jahren nur um etwa acht Prozent gestiegen sei und mautflüchtige Lkw bei den Zählungen, die man erst aktuell vorgenommen habe, nicht registriert wurden. Elisabeth Werner hatte gefragt, ob auf der B 286 eine Zunahme von Lkw zu verzeichnen sei, seitdem die Maut gezahlt werden müsste.

Pappeln untersuchen

Speziell für Gernach kündigte der Bürgermeister an, dass der Grünstreifen am Inneren Graben neu gestaltet werde, weil der nicht sehr ansehnlich sei, was von Elisabeth Werner in der Diskussion auch angesprochen wurde. Die Pappeln am Gernacher See sollen untersucht werden, und die Bäume, die eine Gefährdung darstellten, sollten gefällt werden. Thomas Eberlein und Edwin Pohli aus der Vorstandschaft des Sportanglervereins drangen darauf, dass nur die Pappeln gefällt werden, die unbedingt gefällt werden müssten.

DSL sei in Gernach, wie auch in anderen Ortsteilen der Gemeinde Kolitzheim, nur eingeschränkt einsetzbar; die Gemeinde sei in ständigem Gespräch mit der Telekom, aber in absehbarer Zeit sei keine Verbesserung zu erwarten. Auch die Planungen des Nordic-Walking-Aktiv-Zentrums gingen zügig weiter, man sei diesbezüglich auch im Gespräch mit Dieter Dietz, dem 1. Vorsitzenden des TSV Gernach.

Abwasser-Anschlüsse

Roland Pohli machte auf die aktuellen Vorschriften zu den Hausanschlüssen für Abwässer aufmerksam und fragte an, wie die Einhaltung dieser Vorschriften kontrolliert würde. Der Bürgermeister gab zur Antwort, dass hygienische Gefahren aus seiner Sicht nicht so sehr von diesen Anschlüssen käme, sondern von der – verbotenen – Kopplung privater Wasserversorgung mit dem öffentlichen Netz.

Rasenpflege, Renovierung des Marterle, ErsatzpflanzungenDie mangelnde Pflege des neu angelegten Rasenstreifens entlang der Kreisstraße Gernach-Unterspiesheim bemängelte Reinhard Heck. Der Gemeindechef informierte, dass dieser Streifen zur Kreisstraße zähle; man werde sich aber um die Pflege kümmern. Bernhard Berchtold regte an, das Marterle, das sich am Ende der langgezogenen Kurve der Straße von Gernach nach Heidenfeld in einem kleinen Waldstück befinde, freizuschneiden und dieses Marterle zu renovieren; ein Anliegen, das Horst Herbert aufgreifen will, ebenso wie die Ersatzpflanzung für gefällte Bäume in der Flur, die Bernhard Berchtold ebenfalls empfahl.

Bezweifelt wurde von mehreren Bürgerinnen und Bürgern, dass die neuen, gelb-orange leuchtenden Straßenlampen genau so hell seien wie die alten. Das sei beim Austausch zugesichert worden, gab Horst Herbert den Zweiflern zur Antwort – ohne sie freilich damit überzeugen zu können.

Dass die alte Lautsprecheranlage endlich abmontiert werden sollte, war die Antwort auf die Nachfrage von Josef Wirth.

Bürgermeister Horst Herbert und auch der örtliche Gemeinderat Wolfgang Friedrich räumten ein, dass die Plazierung des Oberflurhydranten an der jetzigen Stelle nicht glücklich sei; ein Fehler sei es auch gewesen, den Gehsteig und den Parkstreifen auf einer Seite der Straße vorzusehen.

Plakate bleiben hängen

Was die Gemeinde gegen die vielen Plakate, die nach den angekündigten Veranstaltungen nicht mehr abgeholt würden, unternehme, wollte Reinhard Heck wissen. Horst Herbert gab zur Antwort, dass das Anbringen von Plakaten grundsätzlich genehmigungspflichtig sei – zuständig sei meist das Landratsamt. Man habe sich aber auch schon an die Plakatierer gewandt, und schon Rechnungen geschrieben, wenn die Gemeindearbeiter die Plakate schließlich entfernt hätten.

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