Kindergarten-Vertrag von 1974 nicht anerkannt

02.03.2015

Mainpost, 02.03.2015

 

KOLITZHEIM
Kindergarten-Vertrag von 1974 nicht anerkannt

Gemeinde will alle bei Sanierungsarbeiten gleichbehandeln

Am Kindergarten Unterspiesheim läuft im Moment der Anbau für die Kindergrippe. Gleich daneben, im Altbau gibt es allerdings auch zahlreiche Mängel, die behoben werden sollten. Davon konnte sich der Bau- und Umweltausschuss bei einer Sitzung im vergangenen Oktober überzeugen. So sind im Obergeschoss liegende Dachfenster undicht und marode. Auch das Parkett ist hier im Gruppenraum stark abgenutzt. Im Eingangsbereich des Kindergartens ist der Steinfußboden verbraucht und glanzlos. Verkratzt ist auch der PVC-Fußboden in einem Gruppenraum im Erdgeschoss. Hier sei es auch sehr laut, weshalb etwas für die Schallschutzdämmung getan werden müsse.

Pfarrer Thomas Amrehn hat nun für alle diese Arbeiten einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Die Summe für die Sanierungsarbeiten beläuft sich danach auf 96 000 Euro. Er befürchte allerdings, so Bürgermeister Horst Herbert in der aktuellen Gemeinderatssitzung, dass beim Austausch der Dachfenster sich auch die Isolierung des Daches als schadhaft erweisen werde und damit die Kosten weiter steigen. Deshalb, so Berthold Pfaff in der späteren Diskussion, solle auch die Isolierung im voraus untersucht werden.

Beim Kindergartenverein sei ein Vertrag aus dem Jahr 1974 gefunden worden, berichtete Horst Herbert zu diesem Thema weiter. Darin heiße es ziemlich lapidar dass die Gemeinde Unterhaltsmaßnahmen für den Kindergarten übernehmen werde. Er habe dies abgelehnt, so das Gemeindeoberhaupt. Denn für ihn gelte die Gleichbehandlung. Wie für alle kirchlichen Kindergärten werde die Gemeinde auch in Unterspiesheim für zwei Drittel der Kosten aufkommen. Das wurde dann von den Verantwortlichen des Trägervereins auch akzeptiert, so das Gemeindeoberhaupt. Er halte es allerdings für nötig generell zu klären, was unter Unterhaltsmaßnahmen zu verstehen sei.

Auf die Erhaltung der Fußböden müsste besser geachtet werden, waren sich vor allem Reinhard Heck und Dieter Dietz in der folgenden Debatte einig. So dürfe ein Parkettboden nicht so nass gewischt werden, wie dies beim Besuch des Bauausschusses der Fall war und ein PVC-Boden werden durch Sand, der vom Garten herein getragen werde, verkratzt.

Martin Mack schlug einen erneuten Termin des Bau- und Umweltausschusses vor. Pfarrer Amrehn solle über die nötigen Arbeiten Rede und Antwort stehen. Im Grunde werde das Vorhaben akzeptiert, lautete schließlich bei einer Gegenstimme der Beschluss der Räte.

Brigitte Pfister

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