Kleinkarierter Beschluss des Schweinfurter Stadtrates

01.06.2006

Mainpost 1.6.2006

 

Kleinkarierter Beschluss des Schweinfurter Stadtrates

 

Stammheim (vgs) Zum Politischen Frühschoppen hatte die CSU-Ortsgruppe Stammheim ins Festzelt am Sportheim eingeladen. Das Interesse war groß, denn kein Geringerer als Landrat Harald Leitherer referierte.

In seinen Ausführungen ging er auf die wirtschaftliche Situation und die Maßnahmen des Landkreises zur Verbesserung der Infrastruktur ein. Kräftig vorangetrieben wurde auch der Ausbau des Radwegenetzes im Landkreis, wodurch sich Leitherer eine Belebung der Tourismusbranche in der Region erhofft.

Er stellte die geringe Pro-Kopf-Verschuldung und die niedrige Arbeitslosenquote des Landkreises heraus, aber auch die finanziellen Probleme, die seit Einführung des SGB II (Hartz IV) vom Bund auf die Kreise und Kommunen verlegt wurden. Gerade im wirtschaftlichen Bereich, aber auch auf dem Schulsektor gab es in jüngster Vergangenheit Differenzen zwischen Stadt und Landkreis Schweinfurt. Deshalb verlangte der Landrat, die Ungleichbehandlung der Landkreise gegenüber den Städten abzuschaffen und beide in einen gleichberechtigten Wettbewerb auf allen Ebenen zu bringen.

In der anschließenden Diskussion antwortete Harald Leitherer auf die Frage, wie der Landkreis zur Aussage des Stadtrates der Stadt Schweinfurt stehe, künftig in den städtischen Betrieben nur noch Auszubildende aus dem Stadtgebiet einzustellen: "Das ist kleinkariert. Der Landkreis wird sich an einem solchen Verhalten nicht orientieren und auch weiterhin aus einem Bewerberpool die besten Bewerber für seine Einrichtungen auswählen, egal ob diese aus dem Stadtgebiet oder dem Landkreis kommen."

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