Komm-in kann in den jetzt benutzten Räumen bleiben

09.05.2017

Mainpost 09.05.2017

GERNACH

Komm-in kann in den jetzt benutzten Räumen bleiben

er zweite Bürgermeister Martin Mack und die Gernacher Gemeinderäte Dieter Dietz und Reinhard Heck waren zur Jahresversammlung Komm-in in den ehemaligen Kindergarten St. Franziskus gekommen. Aus gutem Grund: Stand doch eine zeitlang die Frage an, ob Gruppen aus dem Kindergarten St. Sebastian in Unterspiesheim nach Gernach ausgelagert würden.

Das warf die Frage auf, ob Komm-in dann weiter in den Räumen hätte bleiben können, die mit viel Einsatz für die Zwecke des Vereins tauglich gemacht worden waren.

Martin Mack versicherte, dass Komm-in in den Räumen bleiben könne. Ins alte Rathaus zurückzugehen sei keine Alternative.

Eine Auslagerung nach Gernach ist nach derzeitigem Stand der Überlegungen im Gemeinderat und bei Leitung und Trägerverein des Unterspiesheimer Kindergartens nicht vorgesehen. Im Gemeinderat gehen die Überlegungen dahin, entweder den jetzigen Kindergarten in Unterspiesheim zu erweitern, oder – wohl schneller umzusetzen – eine Gesamtlösung für Schule und Kindergarten auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule in Unterspiesheim zu suchen. Entschieden ist aber noch nichts. Für drei Jahre stellt die Pfarrei Unterspiesheim deswegen einen Raum im Pfarrzentrum für den Kindergarten zur Verfügung.

Der Gernacher Johannisverein hätte zwei Kleinkindgruppen aus Unterspiesheim gerne aufgenommen, berichtete Vorsitzender Erhard Scholl. Sie hätten jedoch beide im Erdgeschoss untergebracht werden müssen, und dafür seien nach Ansicht des Landratsamtes die baulichen Gegebenheiten nicht passend.

Sketche und Tänze im Fasching

Vorsitzende Elke Dressel dankte den Gruppenleiterinnen Aileen Berchtold und Nicole Schneider sowie Monique Grimm und Ingrid Lukas, die diese unterstützen. Dressel informierte in ihrem Bericht über die vielfältigen Aktivitäten von Komm-in. Die Gruppenleiterinnen präsentierten Bilder der Veranstaltungen. Beim Hoffest der Familie Weilhöfer hatte Komm-in Kaffee und Kuchen angeboten. Für das nächste Mal wünscht man sich eine aktivere Beteiligung der Komm-in-Eltern.

Die Ferienfreizeit im Nationalpark Hainich in Thüringen, zusammen mit der Offenen Behindertenarbeit (OBA) Schweinfurt war ein Höhepunkt des Jahres, bei dem Inklusion realisiert wurde. Sie kam so gut an, dass auch heuer wieder eine Freizeit mit der OBA durchgeführt wird. Sie führt nach Plauen in Sachsen.

Ein Höhepunkt war die Mitwirkung der Komm-in-Kinder mit Sketchen und Tänzen beim Dorfabend. Beim Fasching im TSV-Sportheim organisierten Jugendliche aus der Komm-in-Gruppe selbstständig die Disco-Musik im Saal sowie die Spiele für kleine und große Kinder. Erstmals wurde ein Flohmarkt durchgeführt. Dank galt dem TSV Gernach, der die Räume dafür zur Verfügung stellte.

Um den Bedürfnissen der Jugendlichen verschiedener Altersgruppen gerecht zu werden, überlege man, die älteren Jugendlichen ein Stück mehr in die Selbstständigkeit zu entlassen, und den Jüngeren altersgemäße Gruppenangebote zu machen, berichtete Nicole Schneider. Auch hier sei Unterstützung durch die Eltern gefragt.

Geld für Verbrauchsmaterial

Christiane Filman und Heike Dresch hatten die Kasse geprüft. Sie bestätigten Kassiererin Lydia Schug eine einwandfreie Kassenführung.

Ralf Schreckenbach, der Vorsitzende des TSV Gernach, dankte Komm-in für die gute Zusammenarbeit. Der zweite Bürgermeister Martin Mack lobte die Jugendarbeit, die der Verein für die ganze Gemeinde leistet. Eine Diskussion gab es über die Modalitäten des von der Gemeinde für Zuschüsse verwendeten Schwebheimer Modells. Es wäre wünschenswert, auch Verbrauchsmaterial zu bezuschussen. Dies sei bei Freizeiten ein beträchtlicher Posten, so Komm-in. Der zweite Bürgermeister Martin Mack nahm die Anregung auf. Man könne auch prüfen, ob der aktuelle Pauschalsatz für die Jugendförderung erhöht werden könne. Gemeinderat Reinhard Heck informierte, dass man auch die Möglichkeit habe, für bestimmte Projekte Zuschüsse bei der Gemeinde zu erbitten.

Das Gelände des ehemaligen Kindergartens, den Komm-in nutzt, sollte von der Gemeinde häufiger gereinigt werde, so ein Wunsch.

Ingrid Licha bedauerte, dass der Benefizlauf heuer ausfällt. Die OBA hätte zum zehnten Mal teilgenommen. Die Menschen mit Behinderung hätten sich auf das Jubiläum gefreut und seien jetzt sehr enttäuscht. Dieter Dietz legte dar, welche Gründe zur Absage des Benefizlaufes geführt hatten. Komm-in-Vorsitzende Dressel informierte, dass man 2018 das 25-jährige Bestehen des Vereins feiern könne. Man überlege schon, wie man das Fest feiern könnte – mit einem Akzent auf Inklusion.

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