Kunterbunte Tanzsportwelt

26.10.2015

Mainpost, 26.10.2015

 

UNTERSPIESHEIM

Kunterbunte Tanzsportwelt

Kunterbunt. So war der finale Tanz bei der 14. Tanzsportgala des SV-DJK Unterspiesheim überschrieben. Die Formation „New Dimension of Showdance“ aus Velden, ihres Zeichens amtierender Europameister in der Kategorie Schautanz mit Hebefiguren, wirbelte über die Bühne, baute Pyramiden aus Menschen und ließ ihre Tänzerinnen bis knapp unter die Hallendecke fliegen. Sicher der Höhepunkt des Abends, der sich genauso präsentierte, wie dieser letzte Tanz hieß: Kunterbunt.

Denn dem Organisationsteam um Sigrid Klemenz war es einmal mehr gelungen, zahlreiche Facetten des Tanzsports auf die Bühne zu bringen. Zunächst einmal waren da natürlich die Gruppen und Solisten aus der eigenen Tanzsportabteilung (TSA). Den Auftakt machten die Trainerinnen mit einer Hommage an Michael Jackson.  

 

Dann kamen Schlag auf Schlag die Schautanz-Modern-Formationen Baby Starlights, Little Starlights, Crazy Starlights und Starlights, die Polka-Garden Little Angels und Angels, sowie die Solotänzer.

Die neunjährige Celina Rothkamm, jüngste Solistin der TSA Grün-weiß, verkörperte in ihrem Schautanz das legendäre Indianermädchen Pocahontas. Romy Henkel und Miriam Müller wirbelten zu Polka-Klängen über die Bühne und zeigten, mit welchen schwungvollen Elementen sie in dieser Saison auf die Jagd nach Ranglistenpunkten gehen werden. Und natürlich durften auch die Kleinsten zeigen, was sie schon drauf haben.

Tanzende Meerjungfrau: Die Wiesentheider Solistin Anna-Lena Stevens zeigte ihren Beitrag „Bitte lasst das Meer ...

Die Sternchen und die Baby Angels – allesamt zwischen vier und sechs Jahre alt – traten gemeinsam auf und zauberten mit ihren Glitzer-Pompoms ein – und damit wären wir wieder beim Thema – kunterbuntes Bild auf die Bühne.

„Also um den Nachwuchs braucht sich die TSA keine Gedanken zu machen“, attestierte dann auch das Moderatorenduo Inge und Rita: „Der demografische Wandel scheint um Unterspiesheim einen Bogen gemacht zu haben.“ Mit der Wahl der beiden Komödiantinnen als Conferenciers der Gala – Angelika Scheidig als Inge und Bettina Hümmer-Dünninger als Rita – hatten die Unterspiesheimer einen Volltreffer gelandet. Nicht nur, dass die beiden in ihren Bühnenrollen als pfiffige alte Schachteln den Besuchern viel Informatives zu den einzelnen Akteuren und den von ihnen ausgeübten Disziplinen näherbrachten.

Heimspiel: Pocahontas Celina Rothkamm.

Sie glänzten auch durch witzige Showeinlagen. Wenn sie einen Spagat versuchten und danach beinahe den Schwerlastkran brauchten, um wieder auf die Füße zu kommen, wenn sie zur Polka die Beine schmissen oder an der Gardinenstange Poledance probierten – die Lacher waren auf ihrer Seite.

Wie das mit dem Tanzen an der Stange wirklich funktioniert, machte dann Caroline Schmitt von Patricia's Dance-up in Perfektion vor. Im blauen Trockeneisnebelgewaber zeigte sie Akrobatik vom Feinsten an ihrem vertikalen Sportgerät.

So tanzt man heute: Das Trio Jonathan, Dennis und Mike vom Würzburger Tanzprojekt Dance Encore.

Moderne Tanzstile wie HipHop und Breakdance stellten die Formationen von Dance Encore aus Würzburg vor und bewiesen, dass sie zurecht schon bei Veranstaltungen wie „The Dome“ zu sehen waren.

In die fabelhafte Welt von Oz entführte die Schweinfurter Dance Academy. Die Eleven von Nathalina Maldonado zeigten zwei Ausschnitte aus ihrer Bühnenshow, mit der sie in Kürze im Theater der Stadt Schweinfurt auftreten werden, und vereinten dabei klassische und moderne Tanzstile zu einem sehenswerten Ganzen. Nathalina Maldonado – ein Energiebündel vor dem Herrn – legte mit ihrem Partner Dimitri zudem einen feurigen Salsa auf's Parkett.

Stammgäste in Unterspiesheim sind seit Jahren die Aktiven der TSA Wiesentheid. Sie steuerten heuer drei Beiträge zur Gala bei. Mit Magic Melody waren die Vize-Europameisterinnen im Schautanz Freestyle nach Unterspiesheim gekommen.

Poledance für Anfänger: Das Moderatorenduo „Inge und Rita“.


Die EM-Dritten Jana Schulz und Jana Mertins zeigten ihren bewegenden Schautanz „Der schwarze Tod“, und Solistin Anna-Lena Stevens bat als tanzende Meerjungfrau: „Bitte lasst das Meer nicht sterben.“ Einer von vielen Höhepunkten eines gelungen Abends auf hohem Niveau, der vor allem eines war: kunterbunt.

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