Lieber draußen als hinterm Ofen

30.01.2015

Mainpost, 30.01.2015

 

GERNACH
Lieber draußen als hinterm Ofen

Edmund Schneider wird 80

Edmund Schneider feiert am Freitag, 30. Januar, bei guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Er kam am 30. Januar 1935 in Gernach als Jüngster von drei Geschwistern auf die Welt. Seine Eltern, Regina, geborene Christ, und Friedrich Schneider hatten eine Landwirtschaft.

Dort musste er schon bald mithelfen, obwohl er das Fußballspielen mit seinen Kameraden lieber mochte als das Ausmisten. Richtig ernst wurde es für ihn, als er 15 Jahre alt war: Sein Vater erkrankte schwer und konnte den Hof nicht mehr führen. So war Edmund gefordert, den Betrieb zusammen mit seiner Mutter weiterzuführen. Trotz der wirtschaftlich und personell schwierigen Situation ermöglichte ihm seine Mutter den Besuch der Landwirtschaftsschule, die er erfolgreich absolvierte. 1960 ging er mit Pauline, geborene Hofstetter die Ehe ein.

Fünf Kinder wurden dem Paar geschenkt, drei Söhne und zwei Töchter. Zehn Enkelkinder gratulieren ihrem Opa zum 80. Wiegenfest. Tatkräftig unterstützte Edmund seine Kinder beim Hausbau und anderen Baumaßnahmen. Auch heute hilft er mit, wenn er gebraucht wird.

Aber nicht nur im heimischen Betrieb stand Edmund Schneider seinen Mann: Er war von 1972 bis 1978 Mitglied des Gemeinderats der damals noch selbstständigen Gemeinde Gernach. Wichtige Projekte, die damals auf der Tagesordnung standen, waren die Ausweisung des Siedlungsgebietes am Mühlweg und die Renovierung der Kirche.

Darüber hinaus war Schneider aktives Mitglied bei der Feuerwehr, ist Mitglied beim TSV und bei der Musikkapelle Gernach. Er engagierte sich als Obmann des Bauernverbandes in Gernach. Als 1993 die Schweinepest im Ort wütete, setzte er sich dafür ein, dass die von der Seuche betroffenen Betriebe eine Entschädigung erhielten.

Auch an den Geschicken der Waldkörperschaft, deren Vorstand er weit über 20 Jahre angehörte, ist der Jubilar noch interessiert: Er kennt die örtlichen Gegebenheiten sehr genau und gibt gerne Auskunft darüber. Schon immer ist Edmund Schneider lieber draußen in der freien Natur als drinnen hinterm Ofen. So trifft man ihn öfter mit seinem Elektrofahrrad unterwegs. Immer hat er ein freundliches Wort parat, für einen Scherz ist er immer zu haben.

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