Lindach reiht sich in die Touristenorte ein

23.04.2009

Mainpost 23.04.2009

LINDACH

Lindach reiht sich in die Touristenorte ein

Neuen Landerlebnisweg eröffnet – Alle örtlichen Vereine und Privatleute an der Entwicklung beteiligt

Der neu eröffnete Landerlebnisweg soll für die Ankurbelung des Tourismus in Lindach einen wichtigen Beitrag leisten. So war und ist die Intention der Verantwortlichen im Kreuzpfadort. Rechtzeitig vor der Weinbergs-und Blütenwanderung am 1. Mai, einem Höhepunkt im Jahresreigen des Weinbauortes und gleichzeitig ein Besuchermagnet, fanden sich zahlreiche Ehrengäste zur offiziellen Eröffnungsfeier des etwa fünf Kilometer langen Rundwanderweges ein.

Die Gemeinde Kolitzheim war durch ihre gesamte Führung vertreten. Neben Bürgermeister Horst Herbert wohnten auch seine beiden Stellvertreter Martin Mack und Alfred Bumm der Einweihungsfeier bei.

Sieben Vereine wirkten mit

Geboren wurde die Idee „Landerlebnisweg“ im Rahmen der Vorbereitungen zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“. Alle Vorstandschaften der sieben örtlichen Vereine sowie private örtliche Anbieter arbeiteten unter der Federführung des Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Hilmar Wieland, an der Entwicklung des Konzeptes mit. Die örtlichen Vereine, einige Privatanbieter und die Gemeinde Kolitzheim – sie übernahm den Löwenanteil – beteiligten sich an der Finanzierung der zahlreichen Informationstafeln.

Bürgermeister Herbert lobte die Initiative der Lindacher und wünschte dem Weinort viele zufriedene Gäste. Auch die örtliche Weinprinzessin berichtete in ihrem Grußwort, dass sie bei ihren offiziellen Auftritten schon sehr oft auf das Lindacher Projekt „Landerlebnisweg“ angesprochen worden sei.

Rundkurs durch die Flur

Der Name Landerlebnisweg wurde ganz bewusst gewählt, denn er verläuft in einem Rundkurs durch die sehr abwechselungsreiche Flur Lindachs, vorbei an jetzt in voller Blüte stehenden Obstbäumen, an Spargelfeldern und an austreibenden Reben in den Weingärten. Weitgehend eben verläuft der geteerte Wanderweg. Jedoch wechselt er aber auch in leichte Steigungen und Gefällstrecken.

Am Wegrand wird der Wanderer und Naturfreund durch Präsentationstafeln über Obst- und Weinsorten, deren Anbau und Verwendung informiert. Auch die heimische Vogelwelt der Feuchtwiesen (Pfarrwiesen) findet Erwähnung. Vorbei an einem stillen Trockental und an einem so genannten Sumpfquellengebiet mit seltenen Pflanzen und Tieren kann man seine Schritte lenken. Wenn man Glück hat kann man den unverwechselbaren Ruf der Bekassine hören, die im Volksmund auch Himmelsgeiß genannt wird, denn gerade im fast senkrechten Steigflug lässt sie häufig ihre meckernden Laute hören.

Gute Rundumsicht

An markanten Stellen kann man eine weite Fernsicht genießen: auf das Maintal mit der Vogelsburg auf dem Bergsporn an der Volkacher Mainschleife, über das weite Becken des Steigerwaldvorlandes mit den eindrucksvollen Hügeln des Steigerwaldes. Zabelstein, Vollburg, Waldesruh, Stollberg, Friedrichsberg, Schwanberg und sogar der Hohenlandsberg sind ebenso deutlich zu erkennen, wie bei sehr gutem Wetter die Berge der Rhön.

In den Fluren Lindachs kann der kulturbeflissene Wanderer stille Einkehr in einer der zwei idyllischen Kapellen halten, die kunstgeschicht-lich nicht uninteressant sind. Zahlreiche alte Bildstöcke sind steinerne Zeugen aus längst vergangenen Zeiten, und das beschauliche Kloster St. Ludwig im Maintal kann man von oben bewundern.

Auf Sitzbänken kann man die Sonne genießen, die beschauliche Ruhe der Landschaft genießen, seinen Gedanken und Träumen nachhängen und die Seele baumeln lassen.

Flyer als Ergänzung

Der neu konzipierte Flyer beschreibt den Verlauf des Landerlebnisweges und stellt das Obstbaudorf historisch und gegenwartsnah dar. Er gibt Einblicke in das sehr aktive Vereinsleben und informiert in kurzer Form über die hier gedeihenden Sonderkulturen wie Spargel, Obst und Wein. Ferner nennt er fixe Termine im Jahreskreis des Dorfes, unter anderem Laientheatertage, die Weinbergs- und Blütenwanderung, das Straßenweinfest und die Martinikirchweih.

Gerade das Vereinsleben hat in den letzten Jahren in dem schmucken Straßenangerdorf einen enormen Aufschwung genommen: Die Laiendarstellergruppe „Dorfbühne Lindach“ ist mittlerweile ebenso weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt wie die bildenden Künstler des Ortes. Das Maleratelier und die Steinbildhauerwerkstatt ziehen viele Kunstliebhaber und Workshopteilnehmer das ganze Jahr über an ähnlich wie das originelle Straßenweinfest auf dem Dorfanger.

Besuchermagnete

Auch die Gastronomiebetriebe sind für den Fremdenverkehr bestens gerüstet. Pferdefreunde, auch aus dem weiteren Umland, zieht es nach Lindach in den neuen Reitsportpark. Reiter- und Spargelhoffeste sind zweifellos ebenfalls touristische Höhepunkte und Besuchermagnete. Genauso interessant scheint die neu angelegte Nordic-Walking-Strecke zu sein, die Lindach zu einem Kleinzentrum dieser Sportart werden ließ.

Auf der Rückseite des Flyers findet man eine übersichtliche topografische Karte, die dem Wanderer hilft, sich leicht in den Fluren des Kreuzpfadortes zu orientieren, wobei auch auf Sehenswürdigkeiten verwiesen wird.

 

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