Mariengrotte: Rückkehr zum ursprünglichen Standort

18.10.2019

Mainpost 18.10.2019

Unterspiesheim

Mariengrotte: Rückkehr zum ursprünglichen Standort

Im Jahr 1877 hatte ein Pilger aus Lourdes eine Statue der heiligen Bernadette erworben. Diese kam, wohl durch durch eine Schenkung in den Besitz des Unterspiesheimer Kindergartens, der damals noch von Klosterschwestern betreut wurde. Sie fand, zusammen mit einer Statue der Mutter Gottes einen Platz in der Mariengrotte, die die Ordensfrauen an der Mauer des Freigeländes des Kindergartens errichten ließen – dort, wo sich die Matschecke des Kindergartens St. Sebastian befindet. Ein Blitzschlag zerstörte die Grotte, sie wurde nicht wieder aufgebaut.

Die Statuen wurden im Kindergarten aufbewahrt; Pfarrer Amrehn übernahm sie dann in die Grotte im Pfarrhof, weil an den  Statuen,die in dieser Grotte standen, der Zahl der Zeit allzu sehr genagt hatte. Als dann für die Grotte im Pfarrgarten eine neue Statue gestiftet wurde, entstand der Gedanke, diese beiden Statuen wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückkehren zu lassen.  Sebastian Henkel, Inge Henkel und Herbert Brand errichteten in ehrenamtlicher Arbeit die neue Grotte aus Bruchsteinen in der Nähe des ursprünglichen Standorts. Die Erzieherinnen hatten die Grotte, zusammen mit den Kindern mit Kerzen und Blumen geschmückt. Pfarrer Amrehn segnete die Grotte und die Figuren wurden feierlich an ihren neuen Standort gebracht – der zugleich eine Rückkehr zu ihrem Ursprung ist.

Zweiter Bürgermeister Martin Mack, der auch an der Feier teilnahm, entzündete eine Kerze an der Grotte. Die Erzieherinnen hatten zusammen mit Pfarrer Thomas Amrehn ein Marienlob vorbereitet, in dem die Geschichte des Marienwallfahrtsortes Lourdes in kindgerechter Weise mit eingebracht wurde. So lernten die Kinder , die sehr aufmerksam  an dieser Feier teilnahmen und mitwirkten, die Melodie des bekannten Marienrufes "Ave-Ave-Ave-Maria",  kennen. Eine Kette von großen, aus Papier gefertigten Bildern machte den Kindern das Rosenkranzgebet sinnlich erfahrbar.

Immer wieder erklang der Ruf "Ave-Maria" - gesungen in Französisch "Bon Jour Marie" oder Englisch "Hallo Maria".  Pfarrer Thomas Amrehn, Zweiter Bürgermeister Martin Mack, die Leiterinnen der Kindertagesstätte, Elisabeth Dereser und Inge Sternecker, sowie auch die erwachsenen Besucher waren froh, dass durch diese Initiative ein Stück Kindergarten-Geschichte erhalten werden konnte. Die Grotte soll in der Zukunft Treffpunkt für Gottesdienste im Freien und auch für spirituelle Impulse genutzt werden.

 

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