Mauer darf nicht höher werden als 1,80 Meter

12.06.2015

Mainpost, 12.06.2015

 

KOLITZHEIM
Mauer darf nicht höher werden als 1,80 Meter

Weg zur Biogasanlage bei Oberspiesheim wird verlegt

Zum wiederholten Mal beschäftigte sich der Gemeinderat mit einer Stützmauer an einem Anwesen in der Sommerleite in Stammheim, die ursprünglich ohne Genehmigung mehr als zwei Meter hoch gebaut wurde. Hierzu hätte der Bauherr jedoch eine isolierte Befreiung benötigt, für die nicht das Landratsamt, sondern die Gemeinde zuständig ist.

Das Landratsamt bejahe allerdings bei Stützmauern eine Höhe von unter zwei Metern, berichtete Bürgermeister Horst Herbert. Bei der letzten Behandlung des Themas im Gemeinderat war dem Bauherren eine Höhe von 1,80 Metern für die Mauer zugestanden worden. Nun beantragte er für das ansteigende Grundstück jedoch die Genehmigung einer Mauerhöhe von 1,90 Meter, vom natürlichen Gelände aus gesehen. Dafür würde die bestehende Mauer gekürzt und in der Länge einmal abgesetzt werden.

Die Nachbarn haben diesem neuen Plan nicht durch ihre Unterschrift zugestimmt. Sie haben sich im Gegenteil sogar in einem Brief gegen das Vorhaben ausgesprochen, machte Thomas Wieland aufmerksam. Nach weiteren Diskussionen, bei denen die Räte immer wieder auf das ursprüngliche Entgegenkommen verwiesen, wurde schließlich mit einer Gegenstimme beschlossen den Antrag abzulehnen.

Der Gemeinderat hält am ursprünglichen Beschluss fest, eine Mauerhöhe von 1,80 Metern zu erlauben. Eine früher geforderte Einfassungsmauer, hinter der das Areal bepflanzt werden sollte, kann entfallen. Die Bepflanzung müsse aber erfolgen.

Allen weiteren Bauanträgen, die Geschäftsleiterin Annette Beuerlein vorstellte, stimmten die Räte einstimmig zu. So darf in der alten Siedlung in Unterspiesheim eine Terrasse mit einem Pultdach überdacht werden. An der Gemarkungsgrenze zwischen Oberspiesheim und Herlheim darf die Gärtnerei Gernert eine Windenergieanlage errichten.

In Lindach wurde am Weinbergsweg ein Reitplatz genehmigt. Weiter darf hier der Pferdestall um ein Heu-lager erweitert werden. In einem Anwesen in der Unterspiesheimer Straße in Gernach soll ein Nebengebäude entfernt und ein Einfamilienhaus etwas versetzt an ein bestehendes Haus angebaut werden. Eingeschossig mit einem steilen Dach wird es der Ansicht des anderen Hauses gleichen. Es gibt keinen Bebauungsplan, das Vorhaben füge sich allerdings in die Umgebung ein, sagte Beuerlein.

Im Neubaugebiet in Unterspiesheim ist die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage geplant. Hier wurden zwei Abweichungen vom Bebauungsplan genehmigt, eine andere Dachfarbe und ein höherer Kniestock.

Die Verlegung eines Weges in der Gemarkung Oberspiesheim stand auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Geschäftsleiterin Annette Beuerlein zeigte den Weg, den der Gärtnereibesitzer von der Flurbereinigung erwerben will, auf einem Plan. Er führt zwischen den Gewächshäusern der Gärtnerei Gernert hindurch in Richtung Biogasanlage.

Dafür wird es einen neuen Weg im Osten geben, auf dem Grundstück der Gärtnerei. Dieser werde öffentlich gewidmet. Die neue Trasse wird drei Meter breit werden und führt zwischen den Gewächshäusern und der Kreisstraße in Richtung Biogasanlage. Der Weg wird für Radfahrer und Fußgänger frei benutzbar sein.

Brigitte Pfister

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