Mindestens sieben Kräuter gehören in den Buschen

18.08.2006

Mainpost 18.8.2006

 

Mindestens sieben Kräuter gehören in den Buschen

 

Stammheim (VGS) Zu den ältesten Kirchbräuchen gehört die Kräuterweihe am 15. August. Um 745 n. Chr. wurde zunächst die Kräuterweihe verboten, dann unter den Segen Mariens gestellt. Seitdem wird die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt gefeiert.

Diesen alten Brauch pflegt auch der Frauenbund Stammheim. Hierzu trafen sich einige Kräuterbinderinnen um für den Himmelfahrtstag Kräutergebinde anzufertigen. Zu einem vollständigen Kräuterbüschel sollten ursprünglich 77 Pflanzen gehören. Die meisten von ihnen sind Pflanzen, die als Heilpflanzen, Nahrungsmittel oder als Gewürzkraut für die Menschen von großem Nutzen sind.

Die Anzahl der Kräuter in einem Buschen sollten mindestens sieben oder neun sein. Verkauft wurden die geweihten Kräutergebinde am Dienstag nach dem Gottesdienst. Denn die Stammheimer Frauen wollen nicht nur die Tradition aufrecht erhalten, sondern auch noch etwas Gutes tun.

Der Erlös der Aktion wurde aufgeteilt. Ein Teil wird für den Umbau des Pfarrheimes hergenommen. Aber auch die Palliativstation im St. Josef Krankenhaus in Schweinfurt wird in diesem Jahr mit einer Spende aus dem Kräuterbüschelverkauf bedacht. Die Station konzentriert sich auf Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung.

Zu den News