Mit Neupflanzungen für Fichten und Birken sorgen

23.11.2019

Mainpost 23.11.2019

 

Kolitzheim

Mit Neupflanzungen für Fichten und Birken sorgen

Vor allem Bauanträge standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderats. Der Kommentar von Bürgermeister Horst Herbert: "Dominik Dorsch hat heute die Hauptarbeit zu leisten." Seine Aufgabe ist es, die Bauanträge vorzustellen und zu erläutern. Für alle Bauanträge wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. So darf in Gernach an ein bestehendes Gebäude eine Garage angebaut werden, auch mit Abweichung von den Vorschriften der Abstandsflächen. Daher ist das Vorhaben baugenehmigungspflichtig. Da die Nachbarn alle unterschrieben haben, steht dem Bau wohl nichts mehr im Wege.

Eine Besonderheit bietet das Bauvorhaben in Kolitzheim: liest man die Tagesordnung, könnte man denken, dass es sich um zwei Zweifamilienhäuser mit Garage an verschiedenen Orten handelt. Aber die beiden Zweifamilienhäuser werden aneinander gebaut, die Grundstücke haben je eine eigene Flurnummer, grenzen aber unmittelbar aneinander. Diese  Tatsache  ist Grundlage der "abstandsrechtlichen Privilegierung". Die Gebäude fügen sich baulich in die nähere Umgebung ein, und es ist zu begrüßen, so die Meinung des Gremiums, dass eine große Baulücke im Altdorf geschlossen wird.

Ebenfalls einstimmig wurde das gemeindliche Einvernehmen für den Neubau eines Zweifamilienhauses in Oberspiesheim erteilt. An das Einvernehmen ist die Bedingung geknüpft, dass der Antragsteller die Zufahrt auf eigene Kosten entsprechend den Vorgaben des Landratsamtes erstellt. Ein kleiner Teil der Straßenfläche im Besitz des Landkreises. An der Empfehlung des Landratsamtes, die angrenzende Einmündung in den Feldweg im gleichen Arbeitsgang, aber auf Kosten der Gemeinde mit erneuern zu lassen, entzündete sich eine Diskussion. In einem ähnlich gelagerten Fall in Stammheim, so Burkard Krapf, habe die Gemeinde entschieden, die Kosten nicht zu übernehmen; das sei eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung. Bürgermeister Horst Herbert und sein Stellvertreter Martin Mack vertreten demgegenüber die Meinung, dass der Entscheidung, die Finanzierung in Stammheim durch die Gemeinde abzulehnen, andere Gegebenheiten zugrunde lagen. Man beschloss, die weitere Erörterung dieser Situation in den nichtöffentlichen Teil zu verlegen, weil manche Informationen, die zur sachdienlichen Klärung beitragen können, nicht öffentlich sein sollten.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anregungen" hatte Dominik Dorsch eine frohe Botschaft zu verkünden: Das immissionsrechtliche Gutachten für das Baugebiet Mainblick Süd in Lindach hat ergeben, dass die Immissionen, die vom benachbarten Reiterhof ausgehen, die Grenzwerte nur gelegentlich minimal überschritten. Die Baugrenze zum Reiterhof müsse geringfügig angepasst werden – "wir sind einen guten Schritt weiter", so seine Bewertung dieses Ergebnisses. Man strebe an, den Bebauungsplan "Mainblick Süd" in der ersten Sitzung des Gemeinderats im Januar  zu behandeln.

Eine weitere Diskussion ergab sich nach der Frage von Gerd Endres, wo man Birken herbekommen könne, oder auch Fichten für die Kirchweih und sonstige Gelegenheiten. Alfred Bumm regte an, längerfristig durch Neupflanzungen dafür zu sorgen, dass Birken und Fichten zur Verfügung stünden. Jonas Redweik schlug vor, in dem kleinen Wäldchen "An den Krautgärten" in Zeilitzheim (gegenüber dem Sportplatz) solche Pflanzungen vorzunehmen. Der Bürgermeister hielt dem entgegen, dass die Forstverwaltung die Rodung dieses Wäldchens empfehle, weil es keinen wertvollen Bestand biete. Jonas Redweik wandte sich gegen diese Empfehlung mit dem Argument, dass man nicht nur wirtschaftliche Belange als Entscheidungsgrundlage heranziehen dürfe.

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