Nicht jedes Jubiläum ist eines

03.06.2006

Mainpost 3.6.2006

 

Nicht jedes Jubiläum ist eines

 

Kolitzheim (BP) In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten die Gemeinderäte zahlreiche Wünsche und Anregungen. Über die Aussage in dieser Zeitung anlässlich der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Sportvereins Stammheim zeigte sich zweiter Bürgermeister Rudolf Bender, der hier die Gemeinde vertreten hatte, enttäuscht.

Darin wurde kritisiert, dass der Gemeindevertreter weder Geld- noch Ballspende mitgebracht habe. Auch Bürgermeister Horst Herbert war darüber sehr verwundert. Schon vor zehn Jahren wurde als Beschluss festgelegt, dass nur bei 25-, 50-, 75- und 100-jährigen Jubiläen Geldgeschenke vergeben werden, betonte er. Außerdem unterstütze die Gemeinde im Gegensatz zu Schirmherr und Landrat das ganze Jahr über die Vereine, wurde weiter klar gestellt. Auch bei Meisterschaften erhielten die siegreichen Mannschaften als Geschenk regelmäßig einen Ball überreicht.

Dringend sanierungsbedürftig sei ein zirka zwei Kilometer langer Feldweg in Kolitzheim, der sehr uneben sei, aber einen guten Untergrund habe, berichtete Alfred Bumm. Er habe nun eine südbayerische Firma gefunden, die auf eine neue Weise das alte Steinmaterial im Weg aufarbeite und ihn wieder herrichte. Das ganze würde zirka 20000 Euro kosten. Flurbereinigung und Jagdgenossenschaft würden die Hälfte der Kosten übernehmen.

Wenn die Gemeinde bereit sei die anderen 10000 Euro zu tragen, würde er sich ein Beispiel einer solchen Sanierung anschauen und danach könne man über die Maßnahme weiter entscheiden. Da die Finanzierung im Rahmen des Haushaltes möglich sei, gaben die Gemeinderäte nach einiger Diskussion ihre Zustimmung und stellten die 50-prozentige Beteiligung in Aussicht.

Der Kolitzheimer Gemeinderat bedauerte weiter das Fällen eines sehr schönen Nussbaumes, der sich nach einem negativen Gutachten im Nachhinein als völlig gesund erwiesen habe und wollte wissen was die Gemeinde davon gewusst habe. Es seien Beschwerden über eine Gefahrensituation eingegangen und daraufhin der Eigentümer angeschrieben worden, antwortete Bürgermeister Herbert. Danach folgte das Gutachten und die Fällaktion.

Immer wieder würden Handwerker mit großen Fahrzeugen in die Friedhöfe fahren und dort auch Schäden verursachen, brachte dritter Bürgermeister Martin Mack vor. Sein Vorschlag lautet, eine Friedhofsordnung an den Eingängen anzubringen, einen Pfosten in die Mitte der Zufahrt zu setzen oder die Pforte abzuschließen und bei Bedarf den Schlüssel an die Handwerker auszugeben. Mit dem Abschließen konnten sich die wenigsten Gemeinderäte anfreunden, eine Friedhofsordnung solle allerdings angebracht werden, stimmten sie der Anregung zu.

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