Nur Kram, sonst war alles leer

12.09.2007

Mainpost 12.9.2007

 

ZEILITZHEIM

Nur Kram, sonst war alles leer

tg) Einen besonderen Einblick bekamen interessierte Besucher am Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Historische Sakralbauten“ im Schloss Zeilitzheim geboten. Marina von Halem, die zusammen mit ihrem Sohn und Besitzer Alexander von Halem das Anwesen restauriert hat, führte durch die verschiedenen Räume und erläuterte deren Entstehung und frühere Bedeutung.

Das Schloss wurde 1683 nach nur vierjähriger Bauzeit fertig gestellt und ist heute eigentlich ein Profan-Baudenkmal. Knapp 200 Jahre diente der Jagdsaal aber als Kapelle und katholische Kirche, die von den Besitzern (Grafen von Schönborn) und später von der Pfarrgemeinde Zeilitzheim genutzt wurde.

Vier Flügel schließen den Innenhof ein, dazu gehört zum Anwesen ein riesiger Garten. Als die von Halems 1979 neue Besitzer des Schloss wurden, befand sich darin außer allerlei Kram keinerlei Mobilar. Die jetzige Ausstattung stammt vom eigenen Hausstand der von Halems, Sammelobjekten aus Großbritannien und Geschenken.

Das Gebäude, das mit 25 Gästezimmern ausgestattet ist, wird heute für Hochzeiten, Ausstellungen oder andere kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Marina von Halem freute sich, dass viele interessierte Besucher die Möglichkeit nutzten, um am Tag des offenen Denkmals das Schloss zu besichtigen.

Zusätzlich zur Führung stellte Lutz Elias Herfel ostasiatisches Porzellan aus dem 18. Jahrhundert aus, was früher nur dem Adel und Reichen vorbehalten war. Die Teller, Vasen, Tassen und anderen Gegenstände erstand der Kunsthistoriker und Museumskurator überwiegend auf Kunstmärkten. Die Ausstellungsstücke waren überwiegend in blau und weiß gehalten, da farbiges Porzellan erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts verstärkt aufkam.

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