Pfarrversammlung bot viele Themen

22.11.2018

Mainpost 22.11.2018

Oberspiesheim

Pfarrversammlung bot viele Themen

Am Volkstrauertag und am Tag der Kirchenverwaltungswahlen in den katholischen Pfarrgemeinden fand die Pfarrversammlung für Unter-/Oberspiesheim und Gernach in Oberspiesheim im Gemeindezentrum statt. Namens der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Inge Henkel aus Unterspiesheim, Karin Johe-Nickel aus Gernach und Heidi Reißner aus Oberspiesheim begrüßte Magdalena Gottscholl vom Team Jugend und Familie die Anwesenden aus den drei Orten.

Dieses Gremium für Jugend und Familie veranstaltete eine Woche vorher einen Jugendgottesdienst (JuGo) als Pray'n-Party in der Sporthalle der ehemaligen Hauptschule in Unterspiesheim, die bei den mehr als dreißig Kindern und Jugendlichen begeistert angenommen wurde, wie Johanna Nickel berichtete.

Kindergartenneubau nördlich des Friedhofs

Pfarrer Thomas Amrehn bedauerte, dass sein ursprünglicher Wunsch am Standort der ehemaligen Hauptschule in Unterspiesheim einen Gebäudekomplex für Kindergarten und Grundschule zu bauen, leider nicht verwirklicht werden konnte. Nach ausführlichen und intensiven Gesprächen mit der Gemeinde Kolitzheim, dem örtlichen Caritasverein als Kindergartenträger und der Diözese Würzburg wird voraussichtlich ein Kindergartenneubau für drei Gruppen nördlich des Friedhofes in Unterspiesheim errichtet, so Pfarrer Amrehn. Der Bezugstermin sei für den September 2020 geplant, zeigte sich Amrehn optimistisch.Weitere Varianten wie ein Anbau am bestehenden Kindergartengebäude oder ein Neubau auf einem Gemeindegrundstück zwischen Unter- und Oberspiesheim wurden ebenfalls diskutiert, so der Geistliche.

Als „Einigung auf dem kleinsten, gemeinsamen Nenner“ bezeichnete der zweite Bürgermeister Martin Mack die geplante Lösung, die gerne auch in den Bürgerversammlungen zu Beginn des neuen Jahres angesprochen werden darf. Auf die Erschwernisse für die Mitarbeiter, in zwei räumlich getrennten Gebäuden zu arbeiten, wies Erhard Scholl hin. Nach den möglichen Varianten für den Anbau am bestehenden Gebäude erkundigte sich Michael Bürger. Auf Investitionen am bestehenden Gebäude sowie auf die problematische Verkehrssituation am geplanten Standort des Neubaues, verwies Pfarrer Amrehn.

Besuch vom Bischof

Aktuelle Informationen zur pastoralen Situation der Pfarrgemeinde im Hinblick auf die künftige Konstellation im Dekanat Schweinfurt-Süd erhielten die Versammlungsteilnehmer aus erster Hand. So wird Bischof Franz Jung am 17. Januar 2019 das Dekanat Schweinfurt besuchen und sich über die Situation vor Ort informieren. Mit einer Entscheidung über die künftigen Strukturen rechnet Pfarrer Thomas Amrehn nicht vor dem Herbst 2019. Derzeit arbeiten die vier Pfarreiengemeinschaften im südlichen Landkreis unter der Koordination der Pfarrei Gerolzhofen auf verschiedenen Ebenen zusammen. Im April 2019 findet eine von drei Firmungen in der Pfarrei St. Sebastian in Unterspiesheim statt.

Beim Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr ließ Wolfgang Münzer aus Grettstadt das Kirchenjahr in einem Fotorückblick Revue passieren. Pfarrer Amrehn nutzte die Gelegenheit sich bei Wolfgang Münzer hierfür recht herzlich zu bedanken. Er dankte ihm auch für die Betreuung der Homepage der Pfarrgemeinde, die er seit Jahren vorbildlich auf dem Laufenden hält. Bei der abschließenden Diskussion verwies Erhard Scholl auf die Angebote des Familienbundes und kündigte eine Umfrage in Gernach an, die die Bedürfnisse für Hilfsangebote ermitteln soll.

Wortgottesdienstleiter gesucht

Inge Henkel bat, gerade im Hinblick auf die Veränderungen im pastoralen Raum darum, sich aktiv in der Pfarrgemeinde zu beteiligen. So werden gerade in Unterspiesheim Wortgottesdienstleiter, Mitarbeiter im liturgischen Dienst und Helfer bei den vielfältigen Aufgaben dringend benötigt.

Die Ergebnisse aus der Kirchenverwaltungswahl werden zwar erst am 25. November bekannt gegeben, über die gute Wahlbeteiligung freute sich Pfarrer Amrehn bereits bei der Pfarrversammlung. So gaben in Unterspiesheim circa 40 Prozent, in Oberspiesheim circa 46 Prozent und in Gernach sogar mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Mit einem herzlichen Dank für die Mitarbeit und Mitsorge in den vielfältigen Bereichen der Pfarrgemeinde beschloss Pfarrer Amrehn die Pfarrversammlung.

 

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