Pflaster- statt Asphaltbelag

25.01.2008

 

Mainpost 25.01.2008

KOLITZHEIM

Pflaster- statt Asphaltbelag

Gemeinderat stimmte Auflage für Dorfplatzgestaltung in Unterspiesheim zu

 

In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres musste sich der Gemeinderat erneut mit der Gestaltung des Dorfplatzes Unterspiesheim beschäftigen. Die Behörden und Träger öffentlicher Belange hatten keine Einwände gegen den Plan, allerdings ein Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung, das 50 Prozent der Kosten übernehmen wird. So gefiel die Asphaltierung nicht, die zum Beispiel Parkplätze und Gehwege vom gepflasterten Platz optisch absetzten sollten.

 

Hier lautet der Vorschlag des Planers Wolfgang Müller (Gochsheim), der in der Sitzung anwesend war, nun, den Platz mit einer unregelmäßigen Pflasterung, einem „wilden römischen Verband“ zu gestalten und die anderen Flächen mit einem Reihenpflaster.

Auch die Abgrenzung zur Straße müsse geändert werden, indem hier anstatt einer Mauer drei Stufen mit einem Podest angebracht werden. Rollstuhlfahrer müssten dann die Einfahrt zum Platz benützen. Die Pflanzflächen, die bereits mit den Anwohnern besprochen wurden, bleiben unverändert.

Wichtig sei, dass der Platzcharakter erhalten bleibe, wurde in der folgenden Diskussion betont. Weiter musste nun auch geklärt werden, wie die beiden am Gemeindezentrum vorbeiführenden Gassen und der Bereich um das Gemeindezentrum gestaltet werden sollen.

Preisgünstiger sei ein Asphaltbelag, schöner sehe allerdings ein Pflasterbelag aus, so der Tenor. Pflaster würde aber wegen der Befahrung nach wenigen Jahren deutliche Fahrspuren aufweisen, gab hier ein Rat zu bedenken. Mit einer Asphalttragschicht, die das ganze allerdings um zirka 2000 Euro verteuern würde, ließe sich dies vermeiden, so ein Vorschlag Müllers hierzu.

Nach weiteren Debatten, bei denen noch einige Unklarheiten bereinigt wurden, entschlossen sich die Räte schließlich bei zwei Gegenstimmen für die von Müller vorgeschlagene Platzgestaltung mit den beiden unterschiedlichen Pflasterungen. Auch die beiden Gassen, Richtung Pfarrhaus und Richtung Friedhof, hier bis zum Kindergarten werden mit einem Reihenpflaster gestaltet. Für den Umgriff um das Gemeindezentrum wird ein anderes, billigeres Pflaster verwendet werden.

Nicht so richtig anfreunden konnten sich Bürgermeister und Räte mit der neuen Planung für den Aufgang von der Straße. Eigentlich wollte man eine Rampe, so Horst Herbert. Die Sache sei wegen der Parkplätze und eines schon vorhandenen Baumes ausgereizt, so Planer Müller. Dritter Bürgermeister Mack konnte dieser Situation auch etwas Gutes abgewinnen. So würde die Gesamtfläche ebener und weniger gefährlich. Eventuell müsste eben der kleine Umweg von etwa 15 Metern in Kauf genommen werden. An den wenigen Stufen solle das ganze Konzept nicht scheitern, waren sich die Räte einig. Auch in der Bauphase könnten noch Veränderungen vorgenommen werden.

Der Bauausschuss soll sich die Sache nochmals vor Ort anschauen, wurde beschlossen. Bei zwei Gegenstimmen zeigten sich die Räte auch hier mit den Änderungen einverstanden. Die Kosten für dieses Konzept liegen knapp unter 200 000 Euro. Der Antrag wird nun umgehend an das Amt für Ländliche Entwicklung geleitet.

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