Playboy für den Opa - Pfarrbrief für die Oma

17.02.2015

Mainpost den 17.02.2015

HERLHEIM
Playboy für den Opa - Pfarrbrief für die Oma

Bunter Faschingsabend der Herlheimer Musikanten in der Herlindenhalle

Mehr als vier vergnügliche Stunden erlebten die Besucher beim bunten Faschingsabend in der Herlindenhalle. Organisiert hatten die Sause die Herlheimer Musikanten. Somit war es unausweichlich, dass bei den Auftritten sehr viel Musik mit im Spiel war.

Nach den ersten Musikstücken und der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Musikvereins, Engelbert Schaar, wechselten sich die Akteure mit den unterschiedlichsten Darbietungen ab, wofür sie begeisterten Applaus ernteten und auch häufig der Aufforderung nach einer Zugabe nachkommen mussten. Sandra Schaar, unterstützt durch Steffen Krauß, führte gekonnt durch den Abend, während Jan Ludwig als Amor die Akteure mit Präsenten beglückte.

Den Anfang machten die jüngsten Mitwirkenden, die Garde „Baby Starlight“. Ebenso wie die etwas älteren Mädchen, der Garde „Baby Angels“, entzückten sie das Publikum mit ihrem Tanz und den akrobatischen Figuren. Die gekonnten Tanzeinlagen mit Elementen wie Sprüngen und Spagat des Gardeduos Alina und Emelie Graf aus Zeilitzheim brachten dann die Besucher im Laufe des Abends ebenso zum Staunen wie die Darbietungen der beiden Gruppen der Majorettes aus Gerolzhofen. So erlebte das Publikum den Tanz der Schautanzgruppe, mit dem sie im vergangenen Jahr die deutsche Meisterschaft errang. Eine weitere Gruppe erzeugte mit ihren Leuchtstäben im Rahmen ihrer tänzerischen Darbietungen fantastische Lichteffekte auf der abgedunkelten Bühne.

Die Tänzerinnen der Schautanzgruppe aus Zeilitzheim präsentierten sich als leichte Mädchen und Gangster und versetzten das Publikum mit ihren Darbietungen nach Chicago in die 30er Jahre. Als tanzende Herren und Damen der 70er Jahre präsentierte sich das Männerballett nach den Rhythmen von „Saturday Night Fever“.

Als den Playboy lesender Opa und den Pfarrbrief studierende Oma tratschten Engelbert Schaar und Hubert Götz über die unterschiedlichsten Themen, ganz besonders solche aus Herlheim. Dienstags dürfe niemand sterben, da dies des Pfarrers freier Tag sei und im Sportheim seien mehr Leute anwesend als in der Kirche, erfuhren die Gäste.

Bei der Hausarbeit könne man ja wirklich nicht ins Schwitzen kommen, sei die Aussage ihres Ehemannes, klagte Hausfrau Gisela Schaar. Listig meldete sich das Eheweib für eine Fahrt ins Blaue an, was für ihn trotz Hund, Katze und Enkeln kein Problem sei, so der Angetraute. Als die Haufrau von ihrem Ausflug zurückkam, glich das gesamte Haus einem Schuttplatz.

Matthias Braun aus Zeilitzheim berichtete vom Traum zu einem Eigenheim zu kommen, was nach Aussage eines Beraters ganz leicht sei. Unfertig und ohne Abflussrohre, allerdings mit Dixi-Klo vorm Haus, stand das Fertighaus schließlich da. Die Baufirma war pleite. Auch die Versuche des Bauherrn, das Traumhaus fertigzustellen, endeten im Chaos. Besser sei ein Haus aus Zeilitzheimer Ziegelstein lautete das Resümee des Leid geplagten Bauherrn. In Michl Müller Manier beendete der verhinderte Häuslebauer dann singend mit „Vollwärmeschutz der Liebe“ seinen Auftritt.

Von ihren wahnsinnigen Erlebnissen bei Goldenen Hochzeiten und anderen Feiern berichteten in einem Zwiegespräch die zwei Kellner Andre Koch und Michael Danzberger.

Höhepunkt Schlagerparade

Ein Höhepunkt des Abends war die Schlagerparade, bei der berühmte Schlagersänger der vergangenen Jahrzehnte bis hin zur Gegenwart auftraten. Begeistert feierten die Fans die Berühmtheiten, tanzten zu deren Melodien und überreichten ihren Favoriten Rosen. Von Trude Herr, über Roy Black und Anita, Udo Lindenberg, DJ Ötzi, bis hin zu Helene Fischer reichte die Zeitspanne. Auch Vater Abraham mit den Schlümpfen, Roberto Blanco und Wolfgang Petri betraten unter der Moderation von Florian Silbereisen und begeistert vom Publikum begrüßt, die Herlheimer Bühne.

Verrückte verwickelte Beine in roten und schwarzen Leggins, die teilweise frei in der Luft hingen, erlebte das hingerissene Publikum bei „Crazy legs“. Fantasievoll kostümiert waren nicht nur die Akteure, sondern teilweise auch die Besucher. So hatte das Publikum die Qual der Wahl um die schönsten Verkleidungen im zu finden.

Für die Mickey Mouse-Familie, als die die Familie Dornheim aus Großgressingen bei Ebrach auftrat, entschieden sich letztendlich die Wähler. Als blauer Mann erlangte Moritz Götz den zweiten Platz, ihm folgte Silke Johanni als Parkscheibe.

 

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