Regionales Förderprogramm: Wartezeit stößt auf Kritik

10.07.2015

00Mainpost 10.07.2015

 

KOLITZHEIM

Regionales Förderprogramm: Wartezeit stößt auf Kritik

Bereits seit einigen Jahren gibt es in der Gemeinde Kolitzheim für Bauvorhaben in den Altortbereichen und den alten Siedlungen Fördergelder durch die Gemeinde.

Nun werde geplant, für die gesamte Region Main-Steigerwald ein solches Programm zu entwickeln, berichtete Bürgermeister Horst Herbert in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Bürgermeistern dieser Region, neben Herbert war auch sein Stellvertreter Martin Mack dabei, beschäftigten sich bei einem Treffen bereits mit diesem Thema und machten hierzu Vorschläge.

Bei einem erneuten Treffen solle nun Genaueres festgelegt werden. Deshalb, so Herbert, wolle er die Meinung des Gemeinderats hören. Der bisher erarbeitete Entwurf widerspreche nämlich den sehr großzügigen Richtlinien des Kolitzheimer Konzeptes.

So soll es nur für die Altorte Fördermittel geben, eventuell für Siedlungshäuser die vor 1960 erbaut wurden. In Kolitzheim werden auch Renovierungen in Siedlungshäusern unterstützt, die vor 1970 errichtet wurden.

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Leben im Dorf

Dies sei beispielsweise ein Grund, warum er nicht von dem bestehenden, sich bereits bewährtem System abweichen wolle, so Bürgermeister Horst Herbert. Für ihn sei es wichtig, dass im Dorf Leben entstehe, dass das Leben pulsiere. Auch wäre es extrem schwierig in der Gemeinde dieses Programm nun abzuspecken.

Johannes Krüger vom Amt für ländliche Entwicklung habe ebenfalls Vorschläge gemacht, so das Gemeindeoberhaupt weiter. Danach könnte es eine gestaffelte Förderung geben, eventuell könnten auch Abbruchkosten übernommen werden. Hier müsse man allerdings vorsichtig sein, so Herbert. Große Lücken sollten keine entstehen, es solle möglichst wieder ein Gebäude hingestellt werden.

Auch die Gemeinderäte sahen in der anschließenden Diskussion mehrheitlich das Kolitzheimer Konzept als bewährt an, von dem man nicht abweichen sollte.

Die Gemeinde sei bisher mit seinem Programm gut gefahren und man solle es dabei belassen, meinte Reinhard Heck. Sinnvolles Neues könne aufgenommen werden. Man solle sich allerdings nicht großflächig alles vorschreiben lassen, es müsse nicht alles einheitlich sein.

Dies unterstütze auch Reinhold Holzheid, der betonte, dass es auch unterschiedliche Möglichkeiten geben könnte. Kolitzheim sei zwar Vorreiter, es müssten sich allerdings auch nicht alle an diese Maßstäbe halten.

Nach weiterer Debatte beschlossen die Räte schließlich einstimmig, es bei der Kolitzheimer Richtlinie zu belassen. Er werde damit in die nächste Verhandlungsrunde gehen, so Bürgermeister Horst Herbert.

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