Spende an die Regenbogenstation: 780 Euro „zusammengenäht“

18.05.2020

Mainpost 18.05.2020

 

Kolitzheim

Spende an die Regenbogenstation: 780 Euro „zusammengenäht“

Über 80 Stunden hatte Theresa Proksch aus Kolitzheim in den letzten Wochen an der Nähmaschine verbracht. Das Ergebnis waren 167 selbst gefertigte Mund-Nasen-Schutzmasken in den verschiedensten Variationen und Farben, die in Kolitzheim und der weiten Umgebung heiß begehrt waren. Anfangs hatte sie nur für Familie und Freunde genäht, ehe sie immer mehr Anfragen erreichten. Die Folge waren viele Nachtschichten, kaputte Nähnadeln und ein großer "Rohstoff"-Bedarf.

Nachdem vor allem Gummibänder und Nähgarn kaum mehr irgendwo erhältlich waren, trat sie an Bekannte und Leute aus dem Ort heran und bat diese, ihr mit Vorräten auszuhelfen. Dank deren Großzügigkeit war es ihr überhaupt erst möglich, die Produktion der Masken so schnell weiter zu betreiben, erklärt Proksch. "Die dankbaren Gesichter – vor allem der älteren Menschen – waren es Wert, einige Nächte durchzunähen", sagt sie.

Beitrag zum Gesundheitsschutz

Mit ihrer Aktion konnte sie nicht nur einen Beitrag zum Gesundheitsschutz und zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus leisten, sondern mit dem Erlös auch noch Gutes tun: Die stolze Summe von 780 Euro übergab sie stellvertretend für die "Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg" an Karl-Heinz Elflein. Dieser dankte im Namen des Vereins der Spenderin für die Aktion, mit der sie das ehrenamtliche Engagement der Elterninitiative der Station Regenbogen unterstützt. Sie könne stolz sein, so eine beachtliche Summe "zusammengenäht" zu haben, sagte Elflein bei der Übergabe.

Die ehemalige Spargelprinzessin Theresa Proksch (geb. Günther) betonte, die Arbeit der Initiative schon immer sehr geschätzt zu haben. Als Mutter einer kleinen Tochter sei es ihr ein besonderes Anliegen, hier zu helfen. In der Regenbogenstation soll das Geld, welches durch die Masken eingespielt wurde, dafür verwendet werden, dass die kleinen Kämpfer in der Klinik wenigstes ein paar Stunden ihr Leid vergessen können, so die Hobby-Näherin.

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