Vielfalt und viel Liebe zum Detail

07.01.2019

Mainpost 07.01.2019

Gernach

Vielfalt und viel Liebe zum Detail

Mit zwei Wagen machten sich Mitglieder des Frauenbundes Gernach auf den Weg zur Krippenausstellung nach Gerolzhofen. Einige Gäste aus Donnersdorf, Westheim und Brünnstadt waren dazugestoßen, sodass sich doch eine recht zahlreiche Gruppe mit Bruno Steger auf den Weg durch die Krippenstraße in Gerolzhofen machte.

In der Spitalstraße, wie die Krippenstraße heißt, wenn die Krippenausstellung dort nicht zu Gast ist, stellen die Geschäfte für die Ausstellung ihre Schaufenster zur Verfügung. Schon zum siebten Mal gestaltet Bruno Steger die Krippenausstellung. Es gibt Krippen, die immer Teil der Krippenausstellung bleiben, aber Bruno Steger findet immer wieder Krippen, die neu in die Ausstellung aufgenommen werden. Es ist dem passionierten Krippenliebhaber wichtig, die Vielfalt der Krippen sichtbar werden zu lassen.

Start der Krippenausstellung ist im Alten Rathaus: Die Krippe aus Neapel, mit der die Ausstellung beginnt, wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erstellt, die Figuren sind etwa 1,20 Meter groß. Diese Krippe, ebenso wie die Rokoko-Krippe im zweiten Stock des Alten Rathauses, wo die Ausstellung endet, sind feste Bestandteile der Krippenausstellung, und wohl auch die wertvollsten Krippen.

Verschiedene Materialien

Die 18 Krippen, zeigen die Vielfalt der Krippendarstellungen: Papierkrippen, Krippen aus Porzellan, Krippen aus Schokolade, Krippen aus Zinn, eine Krippe aus Peru, aber auch eine Krippe, die vor dem Hintergrund der Nachbildung einer Gerolzhöfer Hofeinfahrt aufgebaut wurde. Besonders berührend: eine gut erhaltene Krippe aus dem Erzgebirge, die den Eigentümern so wertvoll war, dass sie sie nicht zurücklassen wollten, sondern sie auf der Flucht mitnahmen.

Bei allen Krippen wird sichtbar, mit wie viel Liebe die Künstlerinnen und Künstler gearbeitet haben, an die Geburt Christi zu erinnern. Kurzweilig, aber mit großer Sachkenntnis erläuterte Bruno Steger die Besonderheiten der einzelnen Krippen und beantwortete die Fragen seiner Zuhörer. Nach der Führung saß man noch in gemütlicher Runde beisammen und ließ die Eindrücke der Krippenführung nachklingen.

 

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