Vorentwurf für Kernwegenetz

07.03.2016

Maipost 07.03.2016

KOLITZHEIM

 

Vorentwurf für Kernwegenetz

Einen Vorentwurf für das Kernwegenetz, das überörtlichen landwirtschaftlichen Verkehr um die Dörfer der Region herumleiten soll, zeigte Bürgermeister Horst Herbert den Kolitzheimer Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung.
Es gebe bereits einige Trassen, die im Rahmen einer Flurbereinigung erbaut wurden beziehungsweise gebaut werden können. Teilweise müssen nur Anbindungen geschaffen werden. So könnte die Ortsverbindungsstraße von Unterspiesheim nach Grettstadt an einen Weg angeschlossen werden, den es bereits in Schwebheim gibt.

Auch von Röthlein her wäre eine gute Strecke leicht zu realisieren. Wünschenswert wäre auch eine Verbindung von der Staatsstraße zwischen Kolitzheim und Unterspiesheim zur Biogasanlage bei Oberspiesheim und dann weiter bis nach Sulzheim.

In Herlheim gebe es bereits gute Wegetrassen, so zum Beispiel nach Brünnstadt. Weitere Möglichkeiten, beispielsweise von Brünnstadt, vorbei am Waldstück Humpel bei Herlheim, bis nach Zeilitzheim, müssten mit der Gemeinde Frankenwinheim abgestimmt werden.

Auch in Zeilitzheim gebe es bereits bestehende Wegverbindungen. Lindach könnte über Sankt Ludwig mit Hirschfeld verbunden werden und auch in Stammheim gebe es Möglichkeiten.

Weiter berichtete Bürgermeister Herbert über ein Gesetz, das der bayerische Landtag verabschiedet hat. Darin geht es um die Neuregelung der Straßenausbaubeiträge in den Kommunen. Gegenüber der bisherigen Regelung habe sich allerdings nicht viel geändert, so das Gemeindeoberhaupt.

Es werde Gemeinden weiter möglich sein, die Kosten von Straßensanierungen auf die Anwohner umzulegen. Die Gemeinde kann sie aber auch ganz übernehmen.

Letzteres regt in Kolitzheim etwa der Eigenheimerverein bereits an. Eine komplette Übernahme der Kosten könnten sich aber nur finanzstarke Gemeinden leisten, sagte Bürgermeister Herbert. Bei weniger reichen Kommunen würde das bei Finanzprüfungen nicht toleriert.

Neu sei, dass der Gesetzgeber jetzt wiederkehrende Beiträge zulasse. Das heiße, man könne alle Bürger für eine Baumaßnahme zahlen lassen, nicht nur die Anlieger. Das fände er allerdings sehr ungerecht, sagte Herbert. So mancher Bürger habe erst vor nicht allzu langer Zeit als Anlieger bezahlt und würde dann für andere Straßen ebenfalls herangezogen.

Eine hundertprozentige Umlegung auf die Anlieger wäre auch bei der Instandsetzung von Flurwegen möglich, antwortete Bürgermeister Horst Herbert auf die Frage von Burkhard Krapf. In der Gemeinde Kolitzheim gebe es allerdings die Regelung, dass die Jagdgenossenschaft des betroffenen Dorfes und die Gemeinde je die Hälfte der Kosten für eine solche Maßnahme übernehmen.

 

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