„Vorsorge für das, was kommt“

19.01.2009

Mainpost 19.01.2009

 

KOLITZHEIM

„Vorsorge für das, was kommt“

 

 

Gemeinderat verabschiedete 11,74-Millionen-Euro-Haushalt für 2009

Noch nie in seinen zwölf Jahren als Bürgermeister habe man den Haushalt so leicht ausgleichen können wie in diesem Jahr, sagte Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung bei der Verabschiedung des Gemeinde-Etats für 2009. Es sei „Vorsorge getroffen“ worden „für das, was kommt“, so Herbert. Allerdings werde der Steueranteil auch bei der Gemeinde zurückgehen.

 

Kämmerer Gerhard Karbacher ging näher auf den Haushalt ein, der ein Gesamtvolumen von 11,74 Millionen Euro hat. Im Verwaltungshaushalt erscheinen gut 8 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt 3,7 Millionen Euro. Die einzelnen Posten erklärte Karbacher dann genauer.

Auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushaltes wurden zwei Millionen Euro für Gewerbesteuer und 506 000 Euro für die Grundsteuer eingeplant. Die Hebesätze seien hier gleich geblieben, so der Kämmerer. Bei den Benutzungsgebühren und Entgelten werden etwas mehr als eine Million Euro erwartet, bei den sonstigen Einnahmen 1,5 Millionen Euro. Beim Anteil an Einkommensteuer und Umsatzsteuer rechnet Karbacher mit 2,1 Millionen Euro.

Schlüsselzuweisungen wird es nur zirka 800 000 Euro geben und damit fast 500 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Dies gehe auf die gute Einnahmesituation bei der Gewerbesteuer zurück, so die Erklärung des Kämmerers. Aus diesem Grund fällt bei den Ausgaben auch die Kreisumlage mit 1,9 Millionen Euro um 560 000 Euro höher aus und auch die Gewerbesteuerumlage ist mit 400 000 Euro um zirka 200 000 Euro gestiegen.

 

Die Personalausgaben sind mit 1,356 Millionen Euro etwas niedriger, was mit Altersteilzeit zusammenhängt, so der Kämmerer. Sie werden wieder ansteigen. Bei den Zuweisungen und Zuschüssen sind 565 500 Euro eingeplant, beim Verwaltungs- und Betriebsaufwand 2,3 Millionen Euro und bei den sonstigen Finanzausgaben 94 000 Euro.

 

Dem Vermögenshaushalt sollen 1,48 Millionen Euro zugeführt werden, was Karbacher ein gutes Ergebnis nennt. Hier sind bei den Einnahmen 1,75 Millionen aus den Rücklagen eingeplant und vom Verkauf von Grundstücken (Bauplätze) 100 000 Euro. Bei den Beiträgen werden 116 000 Euro erwartet und Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von 248 000 Euro. Die Aufnahme von Krediten ist nicht geplant.

 

Das meiste Geld für Tiefbau

Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt sind für Tiefbaumaßnahmen 1,8 Millionen Euro und für den Hochbau 405 000 Euro, für bewegliches Vermögen 304 000 Euro und für Zuweisungen und Zuschüsse 827 500 Euro eingeplant. Für Grunderwerb, darunter für die Baugebietserweiterung in Unterspiesheim, sind 225 000 Euro vorgesehen, für die Tilgung von Krediten 123 500 Euro.

Auf einige Punkte ging Kämmerer Karbacher genauer ein. So werden beim Bestattungswesen trotz Defizit die Grabgebühren nicht erhöht. Ausgaben für weitere Urnengräber sind eingeplant. Bereit stehen zum Beispiel auch Gelder für Ausgaben bei den Feuerwehren, Sanierungen in den Schulgebäuden, für den Denkmalschutz, für Kirchen, für den Straßen- und Wegebau, die Rekultivierung der Deponie Lindach und den Fremdenverkehr.

Bürgermeister Horst Herbert wies auf die Schwerpunkte bei den Ausgaben in diesem Jahr hin. Dies sind der Bau des Pfarrjugendheimes in Stammheim, die Kläranlage und die Dorferneuerung Kolitzheim. Für Kläranlage und Dorferneuerung werden auch in den nächsten Jahren hohe Ausgaben nötig sein, wofür Verpflichtungsermächtigungen von 4,7 Millionen und 275 000 Euro erforderlich wurden und was auch im Investitionsprogramm bis 2012 zu ersehen ist.
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