Weitgehend konstante Einwohnerzahl

04.02.2020

Mainpost 04.02.2020

Unterspiesheim                Bürgerversammlung (2)

Weitgehend konstante Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl in Unterspiesheim ist beinahe konstant bei 1236 Einwohnern, das sind drei weniger als 2018, erklärte Bürgermeister Horst Herbert in der Bürgerversammlung Unterspiesheim. In der ganzen Gemeinde Kolitzheim leben 5644 Menschen.

Herbert ging auf Innenentwicklung, Kinderbetreuung, Landwirtschaft, Umwelt, finanzielle Entwicklung und Maßnahmen in der Gemeinde ein. Für Unterspiesheim berichtete er, dass der Plan der Flurbereinigung genehmigt ist und so der nächste Schritt, die Ausschreibungen für den Wegebau erfolgt.

Neubau des Kindergartens

Der Neubau des Kindergartens ist seitens der Gemeinde genehmigt, es bedarf aber noch der Zustimmung des Ordinariats der Diözese Würzburg bedarf. Herbert informierte, dass demnächst schon Bagger anrollen, es aber noch nicht den Baubeginn einläutet. Denn das Amt für Denkmalschutz fordert eine Sondierung des Bodens - es könnte sich um den Standort einer früheren Kirche handeln, so die Vermutung des Amts. "Stellen wir uns lieber nicht vor, was geschieht, wenn etwas gefunden wird", so Herbert.

Probleme mit dem Klärschlamm

Er erklärte den derzeitigen Sachverhalt bei der Beseitigung des Klärschlamms aus der Kläranlage. Wahrscheinlich wird nach der Einführung der neuen Düngeverordnung die Ausbringung des Klärschlamms auf den landwirtschaftlichen Flächen problematisch. Um eine Verbrennung zu ermöglichen, muss eine Nachrüstung in der Kläranlage erfolgen, um den Wasseranteil in der Trockenmasse auf unter zehn Prozent zu begrenzen. Mit dem Landkreis Schweinfurt wird eine gemeinsame Lösung angestrebt.

Gute Finanzlage

Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 265 Euro, also insgesamt 1,5 Millionen Euro, stehe die Gemeinde relativ gut da, rechnete der Bürgermeister vor. Demgegenüber bestehen Rücklagen von 14,7 Millionen. Umgerechnet bedeutet das 2616 Euro Guthaben pro Einwohner.

Benedikt Schuster wollte wissen, was denn mit der Grettstäder Straße passiert, denn der Zustand sei katastrophal. Die Beantragung einer Umwidmung zur Kreisstraße hat nur Erfolg, wenn die Straße saniert ist. "Also die Straße bleibt so?" fragte Schuster nach. Aktuell bestehe keine Planung für den Ausbau, so die Antwort Herberts.

Die ehemalige Kläranlage in Unterspiesheim war das Thema von Josef Ortner: Rückbau ja oder nein, denn "es ist kein schöner Anblick und nicht ganz ungefährlich, da die Umzäunung praktisch nicht mehr vorhanden ist." Das Becken ist als Rückhaltebecken angemeldet im Rahmen des Wasserrückhaltekonzepts des Main-Steigerwaldverbundes, so die Antwort. "Wenn der Biber nicht alles in Besitz nimmt".

 

 

 

Überfüllte Müllcontainer

Der katastrophale Zustand des Müllplatzes ärgert Peter Friedrich. "Die Container sind seit Herbst immer wieder hoffnungslos überfüllt, es sieht aus wie auf einer Mülldeponie."  Herbert erklärte, dass die Gemeinde sich bei den Kreiszuständigen immer wieder beschwere,  aber durch einen Firmenwechsel käme es zu Schwierigkeiten. "Der Zustand ist nicht nur in Unterspiesheim so schlimm, in anderen Gemeindeteilen auch", so die Information.

"Warum brauchen wir für alles eine Studie, die Zeit und viel Geld kostet", wollte Michael Ortner vom Bürgermeister wissen. Einige der Planungen erfordert solche Maßnahmen. So komme oft die bauliche Sicht, eine Bedarfserfassung oder eine Prognose zur Planung hinzu. Manche Studien fordern auch die staatlichen Stellen, erklärte der Bürgermeister und nannte das Raumprogramm bei der Schulplanung als Beispiel.

Dank an Gemeinderäte

Bürgermeister Horst Herbert bedankte sich bei den Unterspiesheimer Gemeinderäte. Voran seinen Stellvertreter Martin Mack, der nach 24 Jahren im Gemeinderat nicht mehr kandidiert. "Er war der beste Stellvertreter den ich mir wünschen konnte", so das Lob. Ebenso dankte er Bernd Rippstein der nach 18 Jahren aufhört. Eine öffentliche Verabschiedung findet beim Gemeindefest statt.

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