Wolfgang Schmidt betreibt Praxis weiter

11.02.2016

Mainpost 11.02.16

KOLITZHEIM

 

Wolfgang Schmidt betreibt Praxis weiter

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dies zeigte sich beim Thema Hausarztpraxis in der Gemeinderatssitzung. Zu diesem Thema konnte Bürgermeister Horst Herbert auch Dr. Wolfgang Schmidt begrüßen.

Nach den ersten Meldungen von der Schließung der Praxis gab es Sondierungsgespräche mit der Gemeinschaftspraxis Blum, Weigand und Schmitt in Gerolzhofen, berichtete das Gemeindeoberhaupt. Leider hätten sich diese Ärzte dann wieder ausgeklinkt. Er hoffe aber immer noch auf eine Änderung dieser Meinung. Schließlich seien es nur Sondierungen gewesen, es wurde noch nichts Genaues besprochen.
Er habe dieser Lösung sehr positiv gegenüber gestanden, so Wolfgang Schmidt. Eine überörtliche Praxis habe viele Vorteile. Dann hätte auch das Ärztehaus gebaut werden können, das dann die Ärzte von der Gemeinde mieten.
Nach dem Rückzug der Gerolzhöfer Ärzte habe er nun für sich beschlossen im alten Ärztehaus weiter zu machen, bis er in Rente gehe, sagte der Mediziner. Solange es diesem möglich ist, werde ihn dabei auch Dr. Frank Liebold unterstützen. Für diese kleinere Praxis werde er aber nur noch das Erdgeschoss des jetzigen Ärztehauses mieten, informierte Schmidt. Dieses Haus sei allerdings für junge Ärzte nicht attraktiv. Deshalb wäre ein neues Gebäude wichtig.
Ein solches Haus werde allerdings nur gebaut werden, wenn sich ein junger Arzt oder eine Praxisgemeinschaft bereit erklärt hier auch zu praktizieren. Man drehe sich hier im Kreis. Es müsse nach zukunftsträchtigen Möglichkeiten gesucht werden, sagte Reinhold Holzheid. Durch die Entscheidung von Schmidt, seine Praxis weiterzuführen, habe man ein bisschen Zeit für eine Lösung gewonnen. Nach einem halben Jahr sei allerdings der Arztsitz von Dr. Tanja Langer weg, die Ende September dieses Jahres die Praxis verlässt.
Er werde nochmals Kontakt mit den Gerolzhöfer Ärzten aufnehmen, versprach Bürgermeister Horst Herbert.

Es könnte auch noch eine andere Alternative geben, überraschte Schmidt die Räte. Die Praxis Schott aus Grafenrheinfeld habe Interesse gezeigt und wolle eventuell mit einsteigen. Darüber solle es im März Gespräche geben.
Auch über diese Möglichkeit würden sich die Kolitzheimer freuen, zeigte sich in der weiteren Debatte. Denn, junge Ärzte, die oft weiblich sind und Familie haben, gehen lieber in Gemeinschaftspraxen, wo sie ihre Zeiten besser planen können, so Martin Mack.

Auf alle Fälle sei es ein richtiger Schritt, dass Schmidt dableibe, freute sich Reinhold Holzheid. Nun habe man Luft und könne nach Lösungen suchen.

 

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