Zeichen der Nähe und Gegenwart Gottes

03.06.2019

Mainpost, 03.06.2019

Stammheim

Zeichen der Nähe und Gegenwart Gottes

Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes am Himmelfahrtstag in der Stammheimer Flur an der Bergstraße Richtung Gaibach segnete Pfarrer Andreas Engert den fertig restaurierten Bildstock. Als ein "Zeichen der Nähe und Gegenwart Gottes in der Welt" bezeichnete Engert die Bildstöcke in der Flur, die in Franken besonders verbreitet und prägend seien. Jesus beim Arbeiten oder Spazieren in der Natur immer vor Augen zu haben, um begleitet, geführt und gehalten zu werden, das bezweckten damals die religiösen Kleindenkmäler, so der Pfarrer.

Der jetzt restaurierte Bildstock am Rabenberg stammt aus dem Jahr 1896. Er ist besonders kunstvoll im gotisierenden Stil gearbeitet und daher als kunsthistorisch wertvoll einzustufen. Die auf einem Bündel von vier gegenläufig gedrehten Säulen stehende Bildtafel zeigt auf der Vorderseite eine Pieta, die schmerzhafte Mutter Gottes, und auf der Rückseite die Kreuzigungsgruppe mit zwei Assistenzfiguren.

Infolge von Sturm und Verwitterung war der Bildstock schwer beschädigt und musste vor ungefähr vier Jahren, wie sich Kirchenpfleger Peter Prowald erinnerte, aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Infolge dessen kam in der Ortsbevölkerung vielfach der Wunsch auf, das Marterle sanieren zu lassen und wieder aufzustellen.

Monika Ziegler nahm sich in der Folge der Sache an und erklärte sich in ihrer Funktion als CSU-Ortsvorsitzende nach Beschluss der Vorstandschaft bereit, dafür Spenden im Ort zu sammeln. Das Engagement sei "Zeichen unserer Heimatverbundenheit", hieß es dazu vom Ortsvorstand der Christsozialen.

Wie in der Gemeinde Kolitzheim üblich teilen sich nach Abzug der Fördermittel die politische Gemeinde sowie Vereine und Spender vor Ort den Restbetrag für die Restauration.  Binnen 14 Tage war die notwendige Spendensumme bereits erreicht, erzählte Organisatorin Monika Ziegler voller Freude. 5700 Euro haben die Bürgerinnen und Bürger Stammheims aufgebracht, ebenso viel gab die Gemeinde Kolitzheim dazu. Der Bezirk Unterfranken förderte die Maßnahme mit 2700 Euro, so dass die Gesamtkosten in Höhe von 14 000 Euro gedeckt sind.

Kolitzheims 3. Bürgermeister Alfred Bumm, der ebenfalls zur Feierstunde gekommen war, dankte in diesem Zusammenhang allen Beteiligten, besonders den großzügigen Spendern, die zur Realisierung des Projekts beigetragen hatten, sehr herzlich. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Stammheimer Musikkapelle begleitet.

 

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