Zwei Ärzte ziehen weg

10.12.2015

Mainpost, 10.12.2015

 

KOLITZHEIM

Zwei Ärzte ziehen weg

Ab 1. Oktober 2016 wird es in Kolitzheim voraussichtlich keine Arztpraxis mehr geben. Dies ging aus dem Bericht von Bürgermeister Horst Herbert über die hausärztliche Situation in der Gemeinde hervor, den er in der Gemeinderatssitzung vortrug. Die beiden jetzt noch in Kolitzheim praktizierenden Ärzte Dr. Wolfgang Schmidt und Dr. Tanja Langer werden zu diesem Zeitpunkt ihre Praxis am Kolitzheimer Lindenweg schließen.

Schmidt wird künftig als angestellter Arzt in einer gemeinschaftlichen Hausärztepraxis, der Mainbogenpraxis, in Sennfeld arbeiten. Langer wird in Volkach eine eigene Praxis eröffnen. Ihre Patienten würden allerdings nicht im Stich gelassen werden, hätten die beiden Ärzte in einem Gespräch versichert, so Bürgermeister Herbert. Wenn sie wollten, könnten sie auch weiter von ihren bisherigen Ärzten versorgt werden, dann allerdings in Sennfeld oder Volkach.

Das Gemeindeoberhaupt berichtete weiter, dass er bereits mit Christian und Steffen van Gelder, den künftigen Leitern der Mainbogenpraxis, ein Gespräch geführt habe. Sie hätten versprochen keine Patienten aus dem Kolitzheimer Gemeindegebiet abzulehnen. Sein Vorschlag, in Kolitzheim eine Zweigstelle der Sennfelder Praxis zu eröffnen, wurde zwar nicht mit Nein beantwortet, berichtete Herbert weiter, allerdings ließen die Ärzte durchblicken, dass Filialen nicht ihre Philosophie seien.

„Wir haben uns in dieser Sache nichts zuschulden kommen lassen, wir haben alles versucht“, versicherte das Gemeindeoberhaupt. So war vorgesehen, im Norden Kolitzheims ein Ärztehaus zu bauen, das man dann an die Ärzte hätte vermieten können. „Aufgegeben haben wir noch nicht“, sagte Reinhold Holzheid. Es gebe immer noch Kontakte zu möglichen Interessenten.

Die beiden Arztsitze in Kolitzheim fallen auch nicht sofort am 1. Oktober 2016 weg, antwortete Bürgermeister Herbert auf eine entsprechende Frage. Zunächst bleibe der Sitz des dritten Arztes, Dr. Frank Liebold, bestehen, der allerdings nicht mehr regelmäßig praktiziert. Wolfgang Schmidt, der im selben Haus wie Liebold tätig ist, nehme den Arztsitz, der an ihn persönlich gebunden ist, zunächst nach Sennfeld mit.

Bei Bedarf könnte er ihn aber an einen Interessenten verkaufen. Die Stelle von Tanja Langer bleibe noch ein halbes Jahr bestehen, ehe sie eingezogen werde.

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