Zwei Hektar großes Neubaugebiet für Stammheim

02.05.2015

Mainpost, 02.05.2015

 

STAMMHEIM
Zwei Hektar großes Neubaugebiet für Stammheim

Platz für 18 bis 20 Bauplätze

Südlich des Baugebietes „Sommerleite“ soll in Stammheim ein allgemeines Wohngebiet mit der Bezeichnung „Sommerleite Süd 1“ entstehen. Hierfür muss ein Bebauungsplan erstellt werden, dessen Vorentwurf Diplomingenieurin Gudrun Rentsch vom Büro „Arc-grün“ aus Kitzingen in der Gemeinderatssitzung vorstellte.

Ähnlich wie in Oberspiesheim werden die Vorgaben relativ großzügig festgesetzt werden, schickte Bürgermeister Horst Herbert voraus. Das Problem im neuen Baugebiet sei die Hanglage, weshalb bestimmte Einschränkungen für die Bauherren gemacht werden müssten.

Wie im alten Baugebiet „Sommerleite“ auch sollen in der zwei Hektar großen „Sommerleite Süd 1“ Kreisverkehrsformen entstehen, informierte Planerin Rentsch. Das neue Baugebiet werde durch eine Straße und einen Fußweg an das ältere Gebiet angebunden.

Die etwa 18 bis 20 Bauplätze sollen eine Größe zwischen 600 und 800 Quadratmetern haben, sodass beim Bauen eine große Flexibilität möglich ist. Zu öffentlichen Flächen müssten nur drei Meter Abstand gehalten werden. Die Wandhöhe der Gebäude darf bis zu 6,5 Metern betragen, die Traufhöhe bis zehn Metern. Außer einem Tonnengewölbe werden alle Dachformen in verschiedenen Farben erlaubt.

Auch die Bauweise könne sehr unterschiedlich sein. So könnten Einzel- und Doppelhäuser entstehen, die aber auf drei beziehungsweise zwei Wohnungen begrenzt werden. Für Garagen und Stellplätze sind keine Regelungen vorgesehen. Wegen des unebenen Geländes könnten allerdings Probleme bei der Zufahrt auftreten.

Vorgaben wird es bei der Aufschüttung der Areale geben. Sie dürfen nicht höher als 60 Zentimeter ausfallen, in einem steileren Gebiet nicht höher als 1,2 Meter. Damit soll verhindert werden, dass es Auffüllungen von bis zu zwei Metern mit entsprechend hohen Mauern gebe, erklärte Bürgermeister Horst Herbert hierzu. Es müssten Terrassen angelegt werden.

Der Straßenraum wird acht Meter breit sein und am Rande mit Bäumen bepflanzt werden, was als Richtlinie vorgeben wird, so Planerin Rentsch. Grünflächen wird es nur in wenigen Abschnitten geben, bei den Fußgängerwegen. Es müssen 0,17 Hektar Ausgleichsflächen geschaffen werden, so Rentsch weiter. Dies geschieht im Osten des Baugebietes und auf einer bereits bestehenden Fläche, die optimiert wird.

Eine vorgeschriebene Artenschutzprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Vorsorglich soll allerdings im östlichen Ausgleichsbereich ein Lebensraum für Zauneidechsen geschaffen werden.

Alfred Bumm machte darauf aufmerksam, dass im Osten ein landwirtschaftlicher Weg vorbei führe. Wegen der breiten Maschinen der Bauern müsse darauf geachtet werden, dass die Bepflanzung zwei Meter zurückversetzt werde. Dies werde beachtet, versprach die Planerin.

Als Baufläche ausgewiesen wird auch eine Fläche im Westen des älteren Baugebietes. Wegen einer Freileitung, die nun entfernt wird, war dort bisher nur eine Grünfläche.

Diesem Vorentwurf stimmten die Räte einstimmig zu. Weiter beauftragten sie das Planungsbüro, die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen. Auch die Öffentlichkeit wird beteiligt, indem die Planungsunterlagen im Rathaus öffentlich ausgelegt werden.

Brigitte Pfister

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