Zweite Steuerkreissitzung der LAG Main-Steigerwald

21.12.2004

Herlheim. Bei der letzten Steuerkreissitzung (17.12.) der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Main-Steigerwald wurde ein grundlegendes Regionalmarketingkonzept und ein Radwegekonzept für die Region vom Main bis zum Steigerwald vom Steuerkreis befürwortet. Grundvoraussetzung für eine Antragsstellung ist die Zustimmung der einzelnen Ratsgremien aller beteiligter Kommunen und ein positiver Bescheid durch LEADER + über die Regierung von Unterfranken.

 

Mit dem regionalen Marketingkonzept sollen Maßnahmen gefunden werden, um das „Wir-Gefühl“ auch innerhalb der Kommunen, aller Akteure und nicht zuletzt der eigenen Bevölkerung zu stärken. Weiterhin wird eine Strategie erarbeitet werden, um die Region als „Einheit“ innovativ und effizient zu vermarkten. Als eines der Hauptziele gelten die Sicherung und der Ausbau von Arbeitsplätzen, indem die Standortvorteile der Region Main-Steigerwald als Wohnstandort, Wirtschaftsstandort und Tourismusstandort gefestigt und ausgebaut werden. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit der 11 Kommunen, der Fachbehörden, der regionalen Akteure (wie z.B. Fränkisches Wein- und Kulturland Kolitzheim (FWK), Tourismus-Aktions-Team Oberschwarzach (TATO), Lokale Wirtschaftsförderung Dingolshausen (LWD),  Zabelstein Aktiv (Zabak) und der Förderkreis Gerolzhofen und Umland) und nicht zuletzt aller interessierter Unternehmen. Schon im regionalen Entwicklungskonzept galt dieses Projekt als ein wichtiges Schlüsselprojekt für die Region Main-Steigerwald, was vom Arbeitskreis Handel, Gewerbe und Dienstleistungen bis zur Steuerkreissitzung weiter ausgearbeitet worden ist.

 

Das Gremium stimmte ebenfalls einem Radwegekonzept zu, das im Wesentlichen einen Lückenschluss der Regionen Würzburg, Main-Rhön, Hassberge und Kitzingen bildet. Es beinhaltet eine Neubeschilderung des Radwanderwegenetzes nach den Richtlinien des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit Orts- und Entfernungsangaben. Weiterhin sind Modernisierungsmaßnahmen wie z.B. Infotafeln und Rastplätze vorgesehen. Flankierend gehören entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen wie z.B. zu einem „Bed & Bike“-Betrieb und eine gemeinsame Vermarktung wie z.B. ein Internetauftritt oder eine Radwanderwegekarte dazu. Besonders Radfahrerfreundlich ist die Tatsache, dass die neue Beschilderung nicht an den Regions- oder Landkreisgrenzen endet, sondern ein Lückenschluss des Netzes realisiert werden konnte. Als weiteres Highlight für ein „hautnahes Erleben“ der gesamten Region ist die Einrichtung von Themenwegen und als besonderes Schmankerl die Ausweisung einer richtigen „Fahrradrundroute“ durch die LAG-Region Main-Steigerwald. Wegbereiter war auch hier das REK, dann wurde das Thema vom Arbeitskreis Natur und Umwelt aufgegriffen. Herr Walter Roth (Landratsamt Schweinfurt) konzipierte in ständigen Absprachen mit den benachbarten Landkreisen das aktuelle Fahrradwegenetz und präsentierte es dem Steuerkreis in der aktuellen Form.

 

In ihrem Tätigkeitsbericht stellte sich die Regionalmanagerin Andrea Gutzeit noch einmal offiziell dem Steuerkreis vor, wobei sie durch ihr Engagement den Mitgliedern schon lange keine „Unbekannte“ mehr ist. Sie führte 32 Vorstellungsrunden bei den Bürgermeistern und Gemeinderats- bzw. Stadtratssitzungen der beteiligten Gemeinden und den Akteuren in Wirtschaft und Tourismus durch. Des Weiteren moderierte sie 18 Arbeitskreissitzungen und 27 Projektbesprechungen. Im Laufe der vergangenen 6 Monate bildeten sich 4 konkrete Projektgruppen heraus, deren 18 Sitzungen sie ebenfalls organisierte und begleitete. Sie wickelte darüber hinaus noch zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Planungsbüros zu unterschiedlichen Themen ab, weiterhin koordinierte sie runde Tische mit Schulen, Touristikern, Vertretern der Jugendverbände. Öffentlichkeitsarbeit und Presseclipping für die LAG Main-Steigerwald gehörten ebenfalls zu ihrem Arbeitsspektrum wie die Geschäftsführung des Vereines.

 

Abschließend dankte der 1. Vorsitzende der LAG Main-Steigerwald, Bürgermeister Hartmut Bräuer, Frau Gutzeit für ihre engagierte Arbeit und stellte fest, dass sie in kurzer Zeit ein wichtiger „Motor“ für die Entwicklung der Region und die Umsetzung des REK geworden ist. Er zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement der beteiligten Akteure in den verschiedenen Gremien und nicht zuletzt aller beteiligter Fachbehörden für ihre motivierte Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht an den LEADER-Manager Wolfgang Fuchs, der immer ein offenes Ohr für die Belange der LAG Main-Steigerwald hat und immer mit Rat und Tat Frau Gutzeit zur Seite steht.

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