Zeilitzheim

Einwohnerstand zum 01.01.2024

Hauptwohnung: 663

Nebenwohnung: 24

Insgesamt: 687

Historisches

Quelle: Von Abtswind bis Zeilitzheim Zusammengestellt und bearbeitet von Karl Treutwein 4. Überarbeitung Auflage 1987 Zeilitzheim

Geschichtliches:

Wenn der Ort auch um viele Jahrhunderte älter sein mag, so wird sein Name doch erst in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts genannt. Erheißt damals >>Chulinigisheim>Zulichesheim>Zeuligszheim>Zulisheim>Heim des Zaulinc>Cunradus de Zulisheim>Grumbach`schen Händel>große Hexenbrennen>Im Jahr 1631, da der Schwed das Land eingenommen, ist ein guter Wein gewachsen, hat aber wegen der Kriegsvölker bis auf Weynachten die Lese gedauert. Anno 1634 ist der Kayser gekommen und hat den Schwed weggejagt, ist im Land verblieben bis 1647, darauf der Schwed das Land wieder eingenommen und innen gehabt bis zum Friedenschluss 1648. Die Obrigkeit hat Häuser und Höfe weggeschenkt...>Mitten im Dreißigjährigen Krieg, am 30.3.1640, bekam Zeilitzheim eine neue Herrschaft. Die Fuchs verkauften das Dorf mit Ausnahme des Kirchenpatronats an Johann Wolf von Wolfsthal. Der letzte dieser ursprünglich schwäbischen Familie, Philipp Gaston Wolf Graf von Wolfsthal, adoptierte den regierenden Grafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn. So wurde Zeilitzheim und Neuses am Sand durch Erbvertrag von 1713 beim Tode Wolfsthals 1717 schönbornisch. Kirchenzucht in alter Zeit. N.G. hatte seinen Vater geschlagen und aus dem Haus geworfen. Seine Strafe war: >>Am Freitag, 1.Juli 1692, nach 12 Uhr wurde er unter der Linde mit 50 Hieben von dem Flurer geschlagen. Samstag darauf, am Tage Mariä Heimsuchung, hatte zu beichten. ER wurde dann vor die Kirchentür bei dem großen Stein gestellt. Die Worte “Du sollst Vater und Mutter ehren“ waren ihm an die Brust angeheftet. Nach der Predigt wurde die Schrift abgenommen. Er ging zum Altar, empfing Vermahnung und Absolution und des hl. Abendmahl. 2. Weltkrieg: am 3.4.1945, wenige Tage vor der Kapitulation, kam noch der Befehl zur Evakuierung von Zeilitzheim, Brünnstadt, Krautheim und Obervolkach, da in der Gegend die V-2-Rakete eingesetzt werden sollten. Schon hatten die Bewohner ihre Habseligkeiten in Wägen verpackt, als der Befehl vom Landratsamt zurückgenommen wurde. Turbulent, einer Tragikomödie ähnlich, verlief der Tag der Bestzung durch die Amerikaner, der 9.April.1945. SS-Truppen hatten sich im Dorf und am Eulenberg festgesetzt, als die amerikanischen Panzer von Gaibach und Obervolkach her nahten. Als gegen 13 Uhr der erste Warnschuss fiel, entrollte der Volkssturmführer Paul Schranz auf dem Kirchturm eine große weiße Fahne. Daraufhin rollten die ersten Panzer ins Dorf. Doch am Schloss hatten sich einige SS-Soldaten postiert, um den Feind mit Panzerfäusten aufzuhalten. (Sie wussten nicht, dass man ihre Waffen vorher heimlich entschärft hatte!) Da nun die Panzerfäuste nicht losgingen, rissen die SS-Leute aus, die Amerikaner schossen ihnen mit Kanonen nach. Dabei geriet eine Scheune in Brand. Hornist Pröschel gab Feueralarm, wurde von den Amis daran gehindert, konnte sich aber schließlich mit ihnen verständigen. die freiwillige Feuerwehr lief zusammen. Volkssturmführer Paul Schranz erschien nun als Kommandant in Feuerwehruniform. Die Amerikaner hielten ihn für einen Nazi und wollten ihn erschießen. Herr Pröschel und eine evakuierte Studienrätin konnten jedoch den Irrtum aufklären. Schranz musste sofort seine Uniform ausziehen, - doch es durfte gelöscht werden. Die Scheune brannte nieder, das Wohnhaus daneben konnte gerettet werden.

Sagen:

Der Marktsteinsetzer Einst wankte ein Betrunkener zur Nachtzeit von der Gaibacher Kirchweih heim nach Zeilitzheim. Unterwegs traf er eine weiße Gestalt, die einen Grenzstein schleppte und ständig vor sich hin murmelte: >> Wenn ich nur wüsste, wohin ich meinen Grenzstein tun soll!>Tu ihn dahin, wo du ihn hergenommen hast!> Erlöst, erlöst!>Haus der Begegnung > Herr Petrin>in Form eingerichtet>Der freskengeschmückte Schönbornsaal<< über dem Hauptportal wurde 1735 von Kardinal Damian Hugo Graf v. Schönborn, Fürstbischof von Speyer, erbaut, und von Giovanni Francesco Marchini ausgemalt, in barocker Illusionsmalerei, die den nur 45m² großen Saal viel größer erscheinen lässt. Das Bildprogramm umfasst die Kardinaltugenden, südlich Landwirtschaften mit antiker Architektur, Bildnisbüsten von weisen Männern und Frauen des Altertums sowie die Wappen Wolf v. Wolfsthal – v. Würzburg, Graf Schönborn und das Hoheitswappen des Kardinals. Der Saal strahlt barocke Freude und Festlichkeit aus. Im großen Jagdsaal aus dem 17. Jahrhundert, der heute kulturellen anstaltungen dient, war über 250 Jahre lang die katholische Pfarrkirche untegebracht.

Veranstaltungskalender

Zeilitzheim

Generalversammlung (ordentliche Mitgliederversammlung) des 1. SC Zeilitzheim e.V.

Sportheim Zeilitzheim
19:30 Uhr, 1. SC 1946 Zeilitzheim e.V.

Hier finden Sie die Tagesordnung.

Weinbergswanderung in Zeilitzheim

09:00 Uhr,

Hier finden Sie weitere Informationen.

150-jähriges Feuerwehr Jubiläum Zeilitzheim

Freiwillige Feuerwehr Zeilitzheim

Kirchweih in Zeilitzheim

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